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US-Spezialkräfte sind in Libyen und Somalia bei Kommandoaktionen gegen islamistische Extremisten vorgegangen. In Libyen wurde dabei nach Pentagon-Angaben ein ranghohes Al-Kaida-Mitglied gefasst.

Nach einem "US-Antiterroreinsatz" werde Abu Anas al-Libi "an einem sicheren Ort ausserhalb Libyens festgehalten", erklärte Pentagon-Sprecher George Little in der Nacht zum Sonntag. Al-Libi ist wegen der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 angeklagt.

Der als Nasih Abdul Hamed al-Raghie geborene Al-Libi stand auf der Liste der meistgesuchten Verdächtigen der US-Bundespolizei FBI. Auf seine Festnahme war eine Belohnung von bis zu fünf Millionen US-Dollar ausgesetzt. Bei den Anschlägen auf die US-Botschaften in Daressalam und Nairobi im August 1998 waren mehr als 200 Menschen getötet worden.

Aus dem Umfeld al-Libis in Libyen hiess es, der 49-Jährige sei am Samstag nach dem Frühgebet in Tripolis von bewaffneten Männern "entführt worden". Al-Libi gehörte zur Libyschen Islamischen Kampfgruppe (LIFG), die sich 2007 dem Terrornetzwerk Al-Kaida anschloss.

Navy Seals gegen Al-Schabaab

Bei einem weiteren Spezialeinsatz gingen Mitglieder der US-Elitetruppe Navy Seals am frühen Samstagmorgen gegen die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz in Somalia vor. Der Einsatz habe sich gegen einen "bekannten Schabaab-Terroristen" gerichtet, erklärte Pentagon-Sprecher Little.

Es war zunächst unklar, ob der Al-Schabaab-Anführer bei dem Einsatz getötet oder festgenommen wurde. Es habe "einige Tote bei Al-Schabaab" gegeben, sagte ein US-Regierungsvertreter.

Der Einsatz sei eine Reaktion auf den Angriff der somalischen Extremisten auf ein Einkaufzentrum in Kenia, bei dem im September 67 Menschen getötet wurden, hiess es in der "New York Times" unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter.

Die Al-Schabaab-Miliz hatte am Samstag einen nächtlichen Angriff auf einen ihrer Stützpunkte in der Hafenstadt Barawe gemeldet, jedoch türkische und britische Kräfte dafür verantwortlich gemacht.

SDA-ATS