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Washington - Die epidemische Ausbreitung von Übergewicht in den USA verursacht einer Studie zufolge jährliche Folgekosten von mehr als 200 Milliarden Dollar. Rund zwei Drittel der erwachsenen US-Bürger gelten als übergewichtig, ein Drittel leidet unter krankhaftem Übergewicht.
Die Summe setzt sich aus Ausgaben für die medizinische Behandlung sowie aus volkswirtschaftlichen Folgekosten etwa für Krankmeldungen, verminderte Produktivität und frühzeitiges Ableben zusammen, heisst es in der Studie von Forschern des Washingtoner Brookings-Instituts, die am Dienstag im US-Fachmagazin "Diabetes, Metabolic Syndrome and Obesity" veröffentlicht wurde.
Die Studienautoren Ross Hammond und Ruth Levine beziffern die zusätzlichen ärztlichen Behandlungskosten für übergewichtige Erwachsene in den USA auf jährlich 147 Milliarden Dollar. Die Mehrausgaben für übergewichtige Kinder liegen demnach bei 14,3 Milliarden Dollar. Die volkswirtschaftlichen Folgekosten belaufen sich der Studie zufolge auf etwa 66 Milliarden Dollar.
"Die medizinischen Kosten haben im Laufe des vergangenen Jahrzehnts dramatisch zugenommen", schreiben die Autoren. "Mit der weiteren Zunahme des Anteils der Übergewichtigen werden sie künftig weiter wachsen, vielleicht sogar beträchtlich."
Anders als bei vergleichbaren Studien zu den Kosten von Übergewicht berechneten die Brookings-Forscher bei den volkswirtschaftlichen Kosten auch Posten wie etwa den höheren Benzinverbrauch bei steigendem Gewicht und den daraus resultierenden Schadstoffausstoss mit ein.

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SDA-ATS