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Ein Gericht in Chicago hat den ehemaligen Gouverneur des US-Staats Illinois, Rod Blagojevich, in einem Korruptionsprozess in 17 von 20 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Nach neun Verhandlungstagen gaben die Geschworenen am Montag ihre Entscheidung bekannt.

So sah es das Gericht als erwiesen an, dass Blagojevich versucht habe, nach dem Sieg Barack Obamas bei der US-Präsidentschaftswahl im November 2008 dessen freigewordenen Sitz im US-Senat zu verkaufen. Vom Vorwurf der Bestechung in einem anderen Fall sprachen die Geschworenen Blagojevich frei.

Im bereits zweiten Verfahren gegen ihn wies Blagojevich alle Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft präsentierte jedoch Abhörbänder, auf denen der 54-Jährige Obamas Senatssitz anpreist.

In einem ersten Verfahren war Blagojevich bereits wegen Falschaussage gegenüber der Polizeibehörde FBI schuldig gesprochen worden. Dafür droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Im Zuge der FBI-Ermittlungen war Blagojevich im Dezember 2008 verhaftet worden. Im Januar 2009 enthob ihn der Kongress von Illinois seines Amtes.

Sollte Blagojevich zu einer Haftstrafe verurteilt werden, wäre er bereits der zweite ehemalige Gouverneur aus Illinois, der wegen Korruption ins Gefängnis muss. Sein Vorgänger George Ryan verbüsst derzeit eine Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren.

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SDA-ATS