Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Der mit seinem blitzschnellen Gitarrenspiel legendär gewordene US-Folkmusiker Doc Watson ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Wie sein Manager Mitchell Greenhill mitteilte, starb der Gitarrist, Sänger und Songschreiber am Dienstag in einem Spital in Winston-Salem im Staat North Carolina.

Der in seiner Kindheit erblindete Watson beeinflusste mit seinem Stil des rasanten Flatpicking weltweit zahlreiche Gitarristen. Er trug massgeblich dazu bei, die Gitarre in den 50er- und 60er-Jahren als Leadinstrument zu etablieren, während sie zuvor meist lediglich die Hintergrundmusik zu Mandoline, Fiddle oder Banjo lieferte.

Dabei erreichte er eine Spielgeschwindigkeit, die Kollegen nur staunen liess. "Jeder, der mit dir spielte, sagt, dass du ihn eingeschüchtert hast, und darunter sind einige der besten", sagte sein Enkel Richard Watson vor einigen Jahren.

Arthel "Doc" Watson kam aus einer musikalischen Familie, bereits im Alter von fünf Jahren konnte er Banjo spielen. Auf der Blindenschule in Raleigh lernte er dann Gitarre zu spielen.

Seine Karriere begann 1953, als er E-Gitarre in einer Country-and-Western-Swing-Band spielte. 1960 wurde Watson vom Manager von Bluegrass-Musiker Bill Monroe entdeckt.

1963 trat er beim Newport Folk Festival auf und erhielt ein Jahr später seinen ersten Plattenvertrag. Insgesamt nahm Watson mehr als 60 Alben auf und begeisterte von 60er-Jahre-Hippies bis zu Anhängern traditioneller Country- und Folkmusik ein breites Fanspektrum.

Doc Watson trat ab 1964 bis zu dessen Unfalltod mit seinem Sohn Merle auf. 2004 erhielt Doc Watson einen Grammy für sein Lebenswerk, zuvor waren bereits sieben seiner Alben mit dem renommierten Musikpreis ausgezeichnet worden.

SDA-ATS