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US-Journalist wegen Hackerangriff zu 63 Monaten Haft verurteilt

Der US-Journalist und Anonymous-Unterstützer Barrett Brown ist im Zusammenhang mit einer Hacker-Aktion von Anonymous zu über fünf Jahren Haft verurteilt worden. Er muss zudem 890'000 Dollar Strafe zahlen, wie ein Richter in Dallas im US-Staat Texas urteilte.

Hintergrund des Urteils ist ein Hacker-Angriff auf den Sicherheitsdienstleister Stratfor, bei dem interne E-Mails und Kreditkartendaten gestohlen worden. Brown hatte einen Link zu den gestohlenen Daten verbreitet. Als die Ermittlungen gegen ihn begannen, lud er mehrere Videos auf Youtube hoch, in denen er die Ermittler bedrohte. Vor seiner Verurteilung sagte Brown, er bereue die Videos.

Brown berichtete als Journalist unter anderem für "Vanity Fair" und den britischen "Guardian". Er galt zeitweilig als eine Art Sprecher von Anonymous. Allerdings ist Anonymous keine feste Organisation, jeder kann das führerlose Hacker-Kollektiv unterstützen. Offizielle Sprecher gibt es daher im Prinzip nicht.

Die Staatsanwaltschaft hatte achteinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung und Brown selbst 30 Monate. Bei der Strafe werden die 28 Monate angerechnet, die Brown in Untersuchungshaft verbracht hatte. Die lange Dauer der Untersuchungshaft war von Menschenrechtsorganisationen kritisiert worden.

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