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Der US-Softwarekonzern Oracle soll unter anderem weisse Angestellte besser entlöhnen als nicht-weisse in gleichen Stellen: Das wirft das US-Justizministerium dem Unternehmen vor.

KEYSTONE/AP/PAUL SAKUMA

(sda-ats)

Das US-Justizministerium hat den Softwarekonzern Oracle wegen diskriminierender Praktiken gegen weibliche und afroamerikanische Angestellte verklagt. Die Klage könnte dazu führen, dass Oracle Aufträge der US-Regierung in Millionenhöhe verliert.

Die Klage stütze sich auf eine 2014 eingeleitete Untersuchung, erklärte das Justizministerium am Mittwoch in Washington. Der Konzern wies die Vorwürfe umgehend zurück.

Aufträge verlieren könnte das Unternehmen, weil die Klage auf einem Gesetz basiert, wonach Unternehmen, mit denen die US-Regierung Geschäfte macht, alle Antidiskriminierungsbestimmungen einhalten müssen. Das Ministerium argumentiert in seiner Klage, weisse Beschäftigte verdienten bei Oracle mehr als nichtweisse Mitarbeiter in vergleichbaren Positionen.

Zudem sei das Auswahlverfahren für neue Mitarbeiter so ausgestaltet, dass asiatische Bewerber, vor allem aus Indien, bevorzugt würden, heisst es in der Klage. Dies diskriminiere etwa afroamerikanische Bewerber. Das Ministerium warf dem Unternehmen vor, die Untersuchung behindert zu haben. Oracle habe immer wieder Anfragen zu Mitarbeitern zurückgewiesen.

Der im Silicon Valley ansässige Oracle-Konzern kritisierte die Klage scharf. Diese sei "politisch motiviert", sie beruhe auf "falschen Behauptungen" und sei "gegenstandslos", hiess es in einer Erklärung. Der Konzern beteuerte, alle Gesetze gegen Diskriminierung einzuhalten.

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SDA-ATS