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Washington - Vertreter der US-Notenbank (Fed) stehen nach den Worten eines führenden Fed-Vertreters im Notfall geschlossen für weitere Konjunkturhilfen bereit. Dies sagte der Präsident der Federal Reserve von St. Louis, James Bullard.
Alle Mitglieder des zentralen Entscheidungsgremiums seien sich einig, dass im Fall eines ernsten Rückschlags bei der Wirtschaftserholung neue Massnahmen ergriffen werden müssten, sagte Bullard.
In der Diskussion um die richtige Strategie forderte er am Freitag im US-Fernsehsender CNBC, angesichts der Unsicherheiten über die weitere Entwicklung sollte die Fed nicht bei ihrem Bekenntnis zur langfristigen Nullzinspolitik verharren. Vielmehr müsse sie die Notenpresse anwerfen, um das Finanzsystem mit frischem Geld zu versorgen.
Bullard bekräftigte seine Befürchtung, die USA könnten in eine Phase der Deflation und anhaltender Wachstumsschwäche abgleiten. Schon am Vortag hatte er dieses Schreckensszenario im Stil der japanischen Wirtschaft gemalt und damit zum Rückgang der Aktienmärkte in New York und Asien beigetragen.
Doch innerhalb der Notenbank gibt es auch Stimmen, die angesichts der langfristigen Fed-Politik des billigen Geldes vor einer drohenden Inflation warnen.
Fed-Chef Ben Bernanke hatte in der vergangenen Woche bereits erklärt, die Notenbank stehe angesichts unsicherer Konjunkturaussichten bereit, der Wirtschaft notfalls weiter unter die Arme zu greifen.
Gerade der schweren Finanzkrise und tiefen Rezession entkommen, beginnt der Konjunkturmotor in den USA schon wieder zu stottern: Das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im zweiten Quartal auf 2,4 Prozent nach 3,7 Prozent im Vierteljahr zuvor, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte.

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SDA-ATS