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Washington - Der Afghanistan-Krieg wird nach Einschätzung des US-Militärs kein schnelles Ende finden. Der Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban sei von einem ständigen "Auf und Ab" geprägt, sagte der neue Oberbefehlshaber der internationalen Truppen, David Petraeus am Sonntag.
Es sei viel zu früh, um abschätzen zu können, wann er endgültig zum Erfolg führen werde, sagte der Amerikaner dem US-Fernsehsender NBC. Daher sei der von Präsident Barack Obama genannte Abzugstermin für die US-Truppen ab Juli 2011 auch nicht in Stein gemeisselt.
"Ich glaube, der Präsident hat klar gemacht, dass es sich um einen Prozess handeln wird, nicht um ein Ereignis, und dass dieser Prozess von den Rahmenbedingungen abhängen wird", sagte Petraeus in seinem ersten Interview seit der Ernennung zum Oberbefehlshaber der ISAF- und US-Truppen in Afghanistan vor rund sechs Wochen.
Der General würde nach eigener Aussage "ganz sicher" nicht davor zurückschrecken, von Obama eine Verschiebung des Abzugstermins zu fordern. Ein Truppenabzug müsse verantwortungsvoll sein.
Falsche StrategieDer Krieg in Afghanistan sei jahrelang ohne richtige Strategie geführt worden, erläuterte der General. Erst in den letzten eineinhalb Jahren - seitdem ist Obama im Amt - sei der Einsatz zum ersten Mal richtig überdacht worden.
"Wir mussten die Konzepte verbessern - und in einigen Fällen Konzepte entwickeln, die nicht existierten", sagte er. Erst seit diesem Frühling zeigten sich die Erfolge dieser Arbeit. "Wir haben Bereiche, in denen wir Fortschritte machen."
Das Land nachhaltig zu befrieden und die Verantwortung zunehmend an die afghanische Regierung zu übergeben benötige Zeit, weil man dabei die Bevölkerung einbeziehen wolle, sagte der Befehlshaber von rund 150'000 US- und NATO-Soldaten.
Das Hauptziel des Krieges bleibe es, die Region nicht wieder zum sicheren Hafen für Terroristen werden zu lassen. Auch die Verhaftung des Al-Kaida-Führers Osama bin Laden stehe weiter ganz oben auf der Agenda.

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SDA-ATS