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US-Produktionsstopp für Top-Medikament lässt Galenica-Aktie fallen

Ein Herstellungstopp beim Medikament Venofer in den USA setzt den Berner Pharma- und Apothekenkonzern Galenica unter Druck. Der US-Lizenznehmer Luitpold hat die Herstellung des Mittels gegen Eisenmangel angehalten, nach dem Gesundheitsbehörden den Betrieb inspiziert hatten.

Venofer ist Galenicas Kassenschlager, weswegen sich unter den Anlegern am Dienstag Unruhe breitmachte. An der Börse fiel der Aktienkurs des Unternehmens nach der Bekanntgabe des Produktionsstopps bis Börsenschluss im Vergleich zum Donnerstagabend um 4,3 Prozent auf noch 560 Franken.

Galenica reagierte mit der Erklärung, man habe hinsichtlich der Qualität des Medikaments keine Bedenken. Auch werde der Produktionsstopp bei Luitpold auf dem nordamerikanischen Markt keinen Lieferengpass bewirken. Die Lieferungen in den USA und Kanada seien für zwei Monate ab Lager gesichert.

Galenica arbeite seit mehr als 20 Jahren mit Luitpold zusammen und die Inspektion der Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) in der Fabrik in Shirley im Staat New York hätte nicht Venofer gegolten, hiess es weiter in der Mitteilung. Luitpold bemühe sich nun daran, die Produktion und Distribution so rasch als möglich wieder aufnehmen zu können.

Experten pessimistisch

Aus Sicht der Pharmaexperten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) dürfte es aber schwierig sein, innerhalb von zwei Monaten die Produktion wieder hochzufahren. Dies habe Auswirkungen auf den Umsatz von Galenica. Venofer bringt laut ZKB weltweit im Jahr 185 Mio. Fr. ein, mit 20 bis 30 Prozent der Verkäufe in Nordamerika.

Nach Einschätzung der Bank Vontobel könnte Galenica im laufenden Jahr mit Venofer in den USA und Kanada 83 Mio. Fr. umsetzen. Ein Produktionsausfall von drei Monaten würde 20 Mio. Fr. kosten, schätzen die Analysten der Privatbank. 2010 setzte Galenica mit der Medikamentensparte insgesamt knapp 580 Mio. Fr. um.

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