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US-Regierung einigt sich mit Indianern auf Milliarden-Vergleich

Dieser Inhalt wurde am 08. Dezember 2009 - 19:21 publiziert
(Keystone-SDA)

Washington - Ein langwieriger Rechtstreit zwischen der US-Regierung und Indianern geht mit einer milliardenschweren Einigung zu Ende. Innenminister Ken Salazar kündigte an, der Bund werde einzelnen Ureinwohnern und Indianer-Nationen insgesamt 3,4 Milliarden Dollar zahlen.
Damit soll eine vor 13 Jahren eingereichte Klage wegen Misswirtschaft bei Treuhand-Fonds beigelegt werden. Unter anderem sollen 300'000 Indianer je mindestens 1500 Dollar erhalten. Justizminister Eric Holder begrüsste die Einigung, die noch vom Kongress und einem Gericht bestätigt werden muss.
In den Treuhand-Fonds verwaltet das Büro für Indianer-Angelegenheiten (BIA) des Innenministeriums 40'000 Quadratkilometer, die einzelnen Indianern gehören, und 190'000 Quadratkilometer der Indianer-Nationen. Die Gesamtfläche ist etwas kleiner als Grossbritannien.
Die aus der Nutzung dieses Landes gewonnenen Mittel werden von dem Ministerium an die Indianer verteilt. In der Sammelklage wurde dem BIA vorgeworfen, für eine seit 1887 anhaltende Misswirtschaft des Fonds verantwortlich zu sein.
Zwischenzeitlich verlangten die Ureinwohner 47 Milliarden Dollar, ein Richter hatte dagegen 456 Millionen Dollar festlegen wollen. Das 1824 gegründete BIA ist für die Belange der 1,9 Millionen Ureinwohner in den USA zuständig. Insgesamt werden 564 Stämme vom Bund anerkannt.

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