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US-Schauspieler Bill Cosby muss am Freitag in einem Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs aussagen. Cosbys Anwälte scheiterten am Mittwoch vor Gericht in Los Angeles mit ihrem Antrag, die Klage eines mutmasslichen Missbrauchsopfers abzuweisen.

Judy Huth wirft dem Schauspieler vor, sie 1974 im Alter von 15 Jahren in der Villa von "Playboy"-Verleger Hugh Hefner unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben.

Cosbys Anwälte hatten gefordert, die Klage der Frau wegen Verfahrensfehlern abzuweisen. Sie bemängelten insbesondere, dass in der Klageschrift von Dezember 2014 Cosbys Name genannt wurde.

Dies habe dem Komiker geschadet und zu weiteren Missbrauchsvorwürfen geführt. Richter Craig Karlan erklärte jedoch, dass Cosby trotz der möglicherweise fehlerhaften Klage einen fairen Prozess bekommen werde.

Cosby muss damit nun am Freitag unter Eid zu den Vorwürfen aussagen. Seine Angaben werden aber vermutlich zunächst geheim bleiben. Richter Karlan entschied, dass die Aussage mindestens 60 Tage unter Verschluss bleiben soll. Für den 22. Dezember setzte er zudem eine weitere Anhörung an.

Vorwürfe von rund 50 Frauen

Die Vorwürfe von Huth ähneln denen einer mutmasslichen Leidensgenossinnen frappierend: Das Model Chloe Goins wirft Cosby vor, sie 2008 ebenfalls in der "Playboy"-Villa unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben. Am Dienstag klagte die 25-Jährige auf Schmerzensgeld.

Brisant für den Star der "Cosby Show" ist daran: Die Vorwürfe sind anders als die von inzwischen rund 50 anderen Frauen noch nicht verjährt. Bei einer Verurteilung könnte Cosby ins Gefängnis gehen.

Zu Cosbys mutmasslichen Opfern gehören Models, Kellnerinnen und Mitarbeiterinnen des Showgeschäfts. Die Fälle reichen bis in die 60er Jahre zurück.

Cosby bestreitet die Vorwürfe vehement. Allerdings hatte er 2005 zugegeben, im Jahr 1976 einer Frau ein Beruhigungsmittel verabreicht zu haben, weil er mit ihr Sex haben wollte. Entsprechende Gerichtsunterlagen waren im Juli veröffentlicht geworden.

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SDA-ATS