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Doha/Khartum - Die USA machen rasche Fördergelder für den Nordsudan vom reibungslosen Verlauf des Unabhängigkeitsreferendums des Südsudans abhängig. Dies sagte John Kerry, Vorsitzender des Komitees für auswärtige Beziehungen im Senat, in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.
Eine engere Zusammenarbeit darüber hinaus gebe es nur unter der Bedingung, dass der Friedensprozess in der Krisenregion Darfur weiter voranschreite, fügte Kerry an.
Die Regierung in Khartum verdiene jedoch Anerkennung dafür, das Referendum durchzuziehen und sich somit an das Friedensabkommen von 2005 zu halten, erklärte der Senator, der am Freitag den Sudan zum vierten Mal besuchte.
Wenn die Abstimmung reibungslos verlaufe und der Norden die Ergebnisse akzeptiere, sei Präsident Barack Obama "sofort" bereit, den Sudan nach rund 17 Jahren von der Liste der Länder zu nehmen, die den Terrorismus förderten.
Die US-Regierung hatte der Regierung des Sudans bereits im November ein umfassendes Angebot unterbreitet, sollte dieser das Ergebnis des am Sonntag beginnenden Referendums akzeptieren. Unter anderem wurde auch die Aufhebung der US-Sanktionen und ein Schuldenerlass in Aussicht gestellt.
Al-Baschir: Leere VersprechenAl-Baschir selbst zeigte sich wenig begeistert vom Angebot. Er beschuldigte die USA, ähnliche Versprechen in der Vergangenheit gemacht und nicht gehalten zu haben. "Wir schenken amerikanischen Versprechungen nicht besonders viel Beachtung", sagte er am Freitagabend dem arabischen Fernsehsender Al-Dschasira.
Er warnte zudem, dass der Süden nach der Abstimmung destabilisiert werde. Dieser sei nicht in der Lage, "für die Menschen zu sorgen oder einen Staat oder eine Amtsgewalt zu bilden". Eine Instabilität könnte auch Auswirkungen auf den Norden haben, sagte er dem Sender.
Keine doppelte StaatsbürgerschaftAl-Baschir schloss eine doppelte Staatsbürgerschaft für die im Norden lebenden Südsudanesen aus. "Wenn sie ihr eigenes Land im Süden und gleichzeitig ihre Staatsbürgerschaft im Norden mit allen Rechten wollen, sollte der Sudan geeint bleiben", sagte er.
Für die sieben Tage dauernde Abstimmung haben sich 3,9 Millionen der etwa 8,7 Millionen Einwohner im Süden des Landes registrieren lassen. Es gilt als wahrscheinlich, dass sich die Wähler mit grosser Mehrheit für die Unabhängigkeit entscheiden werden.

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SDA-ATS