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Ein tschechisches Gericht entschied, dass ein mutmasslicher russischer Hacker sowohl an die USA als auch an Russland ausgewiesen werden könne. Das Tauziehen um den Mann geht damit weiter. (Symbolbild)

KEYSTONE/NICK SOLAND

(sda-ats)

Das Tauziehen um einen mutmasslichen russischen Hacker, der Millionen Passwörter sozialer Netzwerke gestohlen haben soll, dauert an: Der 29-Jährige könne sowohl an die USA als auch an Russland ausgeliefert werden, entschied ein Gericht in Prag der Agentur CTK zufolge.

Die ihm angelasteten Delikte seien auch in Tschechien strafbar und nicht verjährt, hiess es am Dienstag. Die letzte Entscheidung liegt damit bei Justizminister Robert Pelikan.

Die US-Behörden werfen dem Mann vor, sich Zugang zu den Daten des sozialen Netzwerks LinkedIn verschafft zu haben. Millionen Passwörter mussten demnach im Jahr 2012 zurückgesetzt werden. Dafür drohen dem Mann dort bis zu 30 Jahre Haft und eine Geldstrafe in Millionenhöhe. Nach einem Hinweis der US-Bundespolizei FBI war er am 5. Oktober in einem Prager Hotel festgenommen worden.

In Russland geht es um Cyberdiebstahl mit einer vergleichsweise geringen Schadenssumme. Kritiker sehen hinter dem Gesuch Moskaus daher einen Versuch, die Auslieferung an die USA zu verhindern. "Ich habe damit nichts zu tun, das ist alles eine Lüge", verteidigte sich der Mann vor Gericht. Er besitze keinen Computer und verdiene seinen Lebensunterhalt mit dem Tuning von Autos.

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SDA-ATS