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Die Stimmung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat sich seit ihrem Treffen im Juli erheblich verschlechtert. Beide Länder haben Sanktionen verhängt. (Foto:TATYANA ZENKOVICH/EPA)

KEYSTONE/EPA POOL/TATYANA ZENKOVICH

(sda-ats)

Washington hat im Streit mit der Türkei verärgert auf die Anhebung der Einfuhrzölle für mehrere US-Produkte reagiert. "Die Zölle der Türkei sind sicher bedauerlich und ein Schritt in die falsche Richtung", sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders.

Die USA hätten zuvor "aus nationalen Sicherheitsinteressen" die Zölle auf türkische Stahl- und Aluminiumimporte erhöht, sagte Sanders am Mittwoch. Bei der Reaktion Ankaras handele es sich dagegen um "Vergeltung".

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor per Dekret neue Zölle auf US-Importe in Kraft gesetzt. Betroffen sind vor allem Autos, alkoholische Getränke sowie Tabak- und Kosmetikprodukte.

Für Autos betragen die Zölle 120 Prozent, für alkoholische Getränke 140 Prozent und für Tabak 60 Prozent. Mit dem Schritt reagiert die Türkei auf die am Freitag verkündete Verdopplung der US-Zölle auf türkische Stahl- und Aluminiumimporte.

Drastische Folgen für türkische Währung

Die türkische Währung Lira war im Zuge des Konflikts mit den USA drastisch eingebrochen. Sanders sagte, die US-Regierung von Präsident Donald Trump beobachte die Folgen des Streits für die türkische Währung.

Allerdings seien die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Türkei "Teil eines Langzeittrends", den das Land selbst verschuldet habe - und nicht die USA.

Streit um die Inhaftierung eines US-Pastors

Das Verhältnis der Türkei zu den USA ist seit längerem angespannt, hat sich zuletzt aber wegen des Streits um die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson noch einmal verschlechtert. Der evangelikale Pfarrer sitzt seit Oktober 2016 wegen Spionage- und Terrorismusvorwürfen in türkischer Untersuchungshaft.

US- Vizepräsident Mike Pence erklärte am Mittwoch (Ortszeit), die Türkei sei gut beraten, US-Präsident Donald Trump und seine Entschlossenheit, US-Bürger nach Hause zu holen, nicht auszutesten.

Er und Trump würden nicht lockerlassen, bis der in der Türkei in Hausarrest sitzende US-Pastor Andrew Brunson bei seiner Familie in den USA sei, schrieb der Vizepräsident auf Twitter.

Sanders erneuerte am Mittwoch die US-Kritik an Brunsons Inhaftierung. Die Türkei habe Brunson "sehr unfair, sehr schlecht" behandelt. Dabei sei der Pastor ein "standhafter Christ, der nichts Falsches getan hat".

Kilic überraschend freigelassen

Während der Konflikt mit den USA festgefahren scheint, gibt es in einem anderen Fall Bewegung: Ein Istanbuler Gericht ordnete überraschend die Entlassung von Taner Kilic, Ehrenvorsitzender der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, aus der Untersuchungshaft an.

Kilic wurde vor mehr als einem Jahr wegen Terrorvorwürfen inhaftiert. Amnesty begrüsste die Freilassung und forderte die Türkei auf, die Verfahren gegen Kilic und zehn weitere Menschenrechtler einzustellen.

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