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Die Bankengruppe Valartis ist unzufrieden mit der Entwicklung ihrer Schweizer Bank. Sie sucht deshalb für diese einen Käufer oder einen Fusionspartner. Aufgrund des unbefriedigenden Wachstums müsse eine Lösung für das Vermögensverwaltungsgeschäft gefunden werden.

Die Valartis Bank AG Schweiz mit knapp 70 Angestellten verwaltet rund 20 Prozent aller der Valartis-Gruppe anvertrauten Vermögen, zeichnet aber im Gegenzug für 30 Prozent der Kosten verantwortlich. Ziel von Valartis ist es gemäss Communiqué, gruppenweit eine "nachhaltig zukunftsfähige Kosten-Ertrags-Basis" zu erreichen, hiess es am Dienstag.

Die Valartis-Gruppe besteht aus je einer Bank in der Schweiz, Liechtenstein und Österreich sowie Fonds- und Investitionsgesellschaften. In der Schweiz hat sie Niederlassungen in Zürich, Genf und Lugano, daneben ist sie in Liechtenstein, Wien, Singapur, Moskau und Luxemburg präsent.

Die einst hauptsächlich als Börsenhändlerin tätigen Valartis hat sich ab 2008 nach einem Strategiewechsel zu einer Privatbankengruppe entwickelt. In Lugano wurde erst vergangenen November eine Niederlassung gegründet, um vermehrt auch italienische Kunden anzusprechen. Zur Expansion wurden zudem ganze Private-Banking-Teams von anderen Banken übernommen.

Kritische Grösse

Dadurch sind zwar die Kosten gestiegen, das angestrebte Wachstum blieb aber offenbar aus. In der ersten Jahreshälfte hat Valartis gruppenweit gerade noch neue Kundengelder von netto 125 Mio. Fr. anziehen können. 2012 waren es in sechs Monaten immerhin gegen eine halbe Milliarde Franken. Insgesamt belaufen sich die verwalteten Vermögen derzeit fast auf 7,9 Mrd. Franken.

Mit der Fusion der Schweizer Valartis Bank mit einem anderen Institut könnte diese die kritische Grösse erreichen, um auch die Kosten wieder in den Griff zu bekommen. Die Alternative dazu wäre der Verkauf der Valartis Bank AG Schweiz.

Dass offenbar Handlungsbedarf besteht, zeigt der am Dienstag veröffentlichte Halbjahresabschluss: In diesem steht gerade noch ein Gewinn von rund 100'000 Franken. Zwar wurde das Ergebnis durch eine Wertberichtigung auf dem Obligationenportfolio belastet, aber auch das Bruttoergebnis der Bank fiel trotz deutlichen Kostensenkungen mit 7,6 Mio. Fr. rund einen Drittel tiefer aus als noch 2012.

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SDA-ATS