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Geschändete muslimische Gräber auf dem Friedhof Bois-de-Vaux in Lausanne.

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Vandalen haben das muslimische Grabfeld im Friedhof Bois-de-Vaux in Lausanne geschändet. Mit anti-islamischen Slogans verschmierten sie Gehwege und rissen Grabtafeln um. Zudem zerstörten sie Blumenschmuck.

Friedhofsbesucher waren am Samstagnachmittag äusserst bestürzt über die Vandalenakte, über welche das Online-Portal von 24 heures berichtet hatte. Die gesprayten Hass-Botschaften forderten Muslime zum Verlassen der Schweiz auf und waren orthografisch falsch geschrieben. Die lokalen Behörden wurden als "Mafia" angegriffen, weil sie den Friedhofsteil für die Muslime bewilligt hatten.

Die Lausanner Polizei erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, sie sei am Samstagnachmittag informiert worden. Kriminalbeamte und Spurensicherer waren am Nachmittag vor Ort. Haben sie ihre Arbeit abgeschlossen, bringt die Stadt die Gräber wieder in Ordnung.

Die Stadtbehörden verurteilten die Taten in einem Communiqué aufs schärfste. Sie werden eine Strafanzeige einreichen. Die Angehörigen der Toten in den geschändeten Gräbern werden persönlich informiert. Zudem nahm die Stadt Kontakt zum Präsidenten der kantonalen Muslim-Vereinigung auf.

In dem Friedhoftsteil für Muslime haben 350 Gräber Platz. Vor der Einrichtung des Gräberfelds 2016 gab es heftige Kontroversen. Gemäss islamischer Regeln werden die Toten mit dem Gesicht gegen Mekka beerdigt.

Die Grabschändungen auf dem Friedhof sind nicht die ersten. Vor der Schaffung des muslimischen Gräberfeldes hatte die Täterschaft vor allem Gräber mit arabisch oder nordafrikanisch anmutenden Namen im Visier.

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SDA-ATS