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Vor 15 Jahren soll er seine Tochter umgebracht haben, weil sie von ihm schwanger war. Nun hat ein Gericht in Deutschland den Vater zu lebenslanger Haft verurteilt.

Nach dem Urteil des Kieler Landgerichts vom Mittwoch hatte der 69-Jährige türkischer Herkunft 1996 seine damals 29 Jahre alte Tochter in Trappenkamp in Bundesland Schleswig-Holstein umgebracht, weil sie von ihm schwanger war und er das verheimlichen wollte.

Das Verbrechen wurde nur entdeckt, weil die jüngere Schwester im vergangenen Jahr ihr Schweigen brach und den Vater anzeigte. Zwei Tage vor Weihnachten 2010 wurde er verhaftet.

Der Vater hatte die jüngere Tochter unter Todesdrohungen gezwungen, ihm beim Wegschaffen der Leiche zu helfen und zu schweigen. Der Mann hatte die Leiche in einer Garage vergraben, dann wieder ausgegraben und die Überreste im Müll entsorgt. Doch einige Finger- und Zehenknochen übersah er. Leichenspürhunde fanden sie.

Das Opfer hatte nach Ablauf eines Touristenvisums illegal bei ihrer Familie in Deutschland gelebt. Angehörige schilderten im Prozess, dass die erwachsene Frau vom Vater gedemütigt, schwer misshandelt und vergewaltigt wurde.

Tochter brach nach Jahren das Schweigen

Weil das Opfer illegal bei der Familie gelebt hatte, fiel das Verschwinden den Behörden nicht auf. Seine Ehefrau hatte der Vater zum Zeitpunkt des Verbrechens zur Kur geschickt.

Ihr erzählte er danach, die Polizei habe die Tochter abgeholt und in die Türkei abgeschoben. Als die Mutter selbst dort nachforschen wollte, verbot der Mann ihr die Reise mit dem Hinweis, das Kind sei dort bei einem Erdbeben umgekommen.

Doch weil die Mutter all die Jahre immer wieder Aufklärung forderte, brach schliesslich die jüngere Tochter ihr Schweigen. Ihr Vater habe ihr den Mord sogar angekündigt, sagte die 33 Jahre alte Zahnarzthelferin unter Tränen vor Gericht: "Ich glaube sie ist schwanger, ich muss sie beseitigen", habe er gesagt.

Als sie eines Tages aus der Schule gekommen sei, habe der Vater die Tür abgeschlossen und gesagt: "Die Sache ist erledigt. Guck auf den Balkon." Dort habe sie in einem Sack den zusammengeschnürten Leichnam der toten Schwester gesehen.

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SDA-ATS