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Verglichen mit "normalen" Jahren liegt die Vegetation in der Schweiz derzeit drei Wochen zurück. Das hat Auswirkungen auf die Kulturen. Die Obstblüte kam später als auch schon, die Zuckerrüben konnten teilweise noch gar nicht ausgesät werden.

Was den Bauern die Planung durcheinander wirft oder zumindest ihre Flexibilität fordert, geht auch am Konsumenten nicht spurlos vorbei. Die diversen Produzenten-Fachverbände erwarten, dass die heimischen Saisongemüse ebenfalls mit zwei bis drei Wochen Verspätung in die Läden kommen, wie sie zu einem Artikel in der Fachzeitung "Schweizer Bauer" vom Mittwoch erklärten.

Die einheimischen Salate harren derzeit noch unter wärmenden dunklen Folien, bis sie im Freiland richtig spriessen können, war beim Verband der Schweizer Gemüseproduzenten zu erfahren. Selbst die eigentlich vor dem Wetter geschützten Gewächshaustomaten sind im Verzug - ihnen fehlte das Licht.

Auch der heimische Spargel lässt zwei Wochen länger als üblich auf sich warten. Bei den Karotten lässt sich noch wenig sagen; eine Superernte ist aber nicht in Sicht.

Auch die Frühkartoffeln haben im langjährigen Durchschnitt eine Verspätung von rund zwei Wochen. Erste heimische Knollen sollten Mitte Juni auf den Markt kommen. Wie Christine Heller, Geschäftsführerin beim vom Branchenverband Swisspatat, sagte, ist mittlerweile ein grosser Teil der Anbauflächen bepflanzt, wobei wegen der Nässe grosse regionale Unterschiede bestehen.

Über die Ernteaussichten sind Aussagen derzeit nicht möglich. Mit den angepflanzten Flächen sollte die verarbeitende Industrie bis zur Haupternte aber auskommen, schätzte Heller.

Entwarnung beim Obst

An der Obstfront besteht kein Grund zur Sorge, wie Josef Christen vom Schweizer Obstverband auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Beeren dürften gegenüber den Vorjahren mit zwei bis drei Wochen Verspätung auf den Markt kommen. Er merkt aber an, dass die Beerensaison in den letzten Jahren früh begann.

Die Ernteaussichten bei den Beeren sind allerdings gut, die Pflanzen blühten schön und sind vital, wie Christen erklärte. Es gab bisher keinen Spätfrost wie im Vorjahr und die Bienen hatten Flugwetter, so dass die Bestäubung klappte. Das gilt auch für die übrigen Obstkulturen, wobei es auch hier für Aussagen über die Ernte noch zu früh ist.

Ackerbau eingeschränkt

Durchzogen sieht es gemäss "Schweizer Bauer" mit dem Heu aus. Zur Zeit sollten die Bauern heuen können, die notwendige längere Schönwetterphase ist aber nicht in Sicht. Also wird das Gras siliert. Das muss auch geschehen, damit der zweite Schnitt besser heranwachsen kann.

Auf den Äckern sind auch die Zuckerüben teilweise noch nicht ausgesät. Das Problem sind die zu nassen Felder. Wie Raphaël Charles vom Forschungsinstitut Agroscope in Changins-Wädenswil sagte, sät man Zuckerrüben normalerweise Mitte März.

Ihre Vegetationszeit sei nun eingeschränkt, was den Zuckerertrag senke. Zudem bestehe beim späten Ausbringen wegen der zunehmenden Wärme auch ein höheres Krankheitsrisiko für die Jungpflanzen.

Im "Schweizer Bauer" vermutet Samuel Keiser, Präsident beim Schweizerischen Verband der Zuckerübenpflanzer, dass einzelne Bauern gar nicht mehr aussäen, weil die Zuckerausbeute nicht mehr garantiert ist.

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SDA-ATS