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Tausende Demonstranten sind am Samstag in Venezuela gegen die Regierung auf die Strasse gegangen. Bei zahlreichen Kundgebungen im ganzen Land protestierten sie gegen das jüngst verabschiedete Ermächtigungsgesetz.

Dieses ermöglicht es Präsident Nicolás Maduro, nun ein Jahr lang mit Dekreten und ohne Beteiligung des Parlaments zu regieren. "Die Venezolaner wollen nicht in einem Land wie Kuba leben", sagte der Bürgermeisterkandidat für den Hauptstadtbezirk Chacao, Ramón Muchacho, wie eine Zeitung berichtete.

Venezuela leidet unter einer Inflationsrate von über 40 Prozent und Mangelwirtschaft. Am 8. Dezember finden in Venezuela Kommunalwahlen statt, die als Testabstimmung über Maduros bisherige rund sechsmonatige Amtszeit gelten. "Wenn sie (die Regierung) am 8. Dezember gewinnen, wird sich das Chaos, das wir im Moment erleben, noch verschärfen", sagte Oppositionsführer Henrique Capriles.

Vor Beginn der Demonstrationen hatte Capriles die Regierung bezichtigt, seinen Wahlkampfleiter verschleppt zu haben. Beamte des Militärgeheimdienstes hätten ihn in den frühen Morgenstunden in einem Hotel in Caracas aufgegriffen und weggebracht.

SDA-ATS