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Helfer tragen eine Frau nach einer Tränengasattacke weg.

KEYSTONE/AP/ARIANA CUBILLOS

(sda-ats)

Mit Tränengas und Gummigeschossen hat die venezolanische Polizei eine Demonstration gegen die schlechte Versorgungslage im Land verhindert. Mit leeren Töpfen wollten die Regierungsgegner am Samstag in einem "Hungermarsch" in das Armenviertel El Valle ziehen.

Die Nationalgarde sperrte allerdings die Zugangsstrasse und stoppte die Demonstration. "Ein Volk, das des Mangels und des Schlangestehens überdrüssig ist, lässt sich nicht aufhalten", sagte der oppositionelle Fraktionschef im Parlament, Stalin González. "Die Regierung hat nichts erreicht. Statt nach einer Lösung zu suchen, unterdrückt sie uns."

Bei den seit zwei Monaten andauernden Protesten gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro kamen im südamerikanischen Land bislang 64 Menschen ums Leben, über 1000 wurden verletzt.

Wegen des niedrigen Ölpreises und jahrelanger Misswirtschaft verfügt Venezuela kaum noch über Devisen, um Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren.

Fast täglich gehen Demonstranten gegen Maduro auf die Strasse. Sie werfen der Regierung Menschenrechtsverletzungen vor und fordern Neuwahlen. Maduro hingegen spricht von einer Verschwörung der Opposition und des Auslands.

SDA-ATS

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