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Tausende Venezolaner warten am Grenzübergang nach Kolumbien: Wegen Geldschmuggels lässt Präsident Maduro die Grenze schliessen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA EFE/MAURICIO DUENAS CASTANEDA

(sda-ats)

Venezuela schliesst seine Grenze zu Kolumbien für 72 Stunden: Präsident Nicolás Maduro ordnete diese Massnahme am Montag an und begründete dies im Fernsehen mit Geldschmuggel in Millionenhöhe durch "Mafias".

Erst am Sonntag hatte Maduro die bislang grössten Geldscheine seines Landes im Wert von 100 Bolívar aus dem Verkehr gezogen. Er begründete auch diesen Schritt mit dem Kampf gegen die Mafia.

Internationale Mafiabanden hätten in 100-Bolívar-Scheinen Milliarden ins Ausland verschoben, vor allem nach Kolumbien, hatte Maduro gesagt. Angeblich werde vor allem aus Kolumbien, aber auch aus Deutschland, Tschechien und der Ukraine gezielt Bargeld aus Venezuela aufgekauft, um dem Land Liquidität zu entziehen. Er sieht darin eine von den USA unterstützte Verschwörung zur wirtschaftlichen Destabilisierung seines Landes.

Neue Geldscheine

Wegen der galoppierenden Inflation im Land mit den grössten Ölreserven der Welt werden in den kommenden Tagen ohnehin grössere Geldscheine eingeführt. Es sollen Scheine im Wert von 500, 1000, 2000, 5000, 10'000 und 20'000 Bolívares in Umlauf gebracht werden. Auf dem Schwarzmarkt werden derzeit für einen Dollar bis zu 4400 Bolívares gezahlt.

Venezuela leidet wegen des Verfalls des Ölpreises unter einer schweren Wirtschaftskrise mit drastischen Preissteigerungen. Wegen Versorgungsengpässen gab es in dem südamerikanischen Land zuletzt immer wieder Unruhen und Plünderungen, bei Protesten wurden zahlreiche Menschen getötet. Die Opposition macht Maduro und seine Regierung für die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich.

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SDA-ATS