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Nach "Petro" kommt auch noch "Petro Gold": Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro kündigte eine zweite staatliche Kryptowährung an.

KEYSTONE/EPA EFE/CRISTIAN HERNANDEZ

(sda-ats)

Es geht Schlag auf Schlag: Venezuela will bereits in der kommenden Woche eine weitere Kryptowährung auflegen.

Das neue Digitalgeld solle den Namen "Petro Gold" tragen, sagte Venezuelas Präsident Nicolas Maduro am Mittwoch in einer TV-Ansprache. Die Cyberdevise solle mit Gold besichert werden. Kurz zuvor hatte das südamerikanische Land zur Abmilderung seiner schweren Finanznöte den Vorverkauf der staatlichen Kryptowährung Petro gestartet, die mit Rohöl besichert ist.

Das Land nahm nach Angaben von Präsident Nicolas Maduro Hunderte Millionen Dollar beim Start der weltweit ersten staatlichen Kryptowährung "Petro" ein. Am ersten Vorverkaufstag seien 735 Millionen Dollar zusammengekommen, sagte Maduro am Dienstag in Caracas.

Beweise für seine Aussagen über die Höhe der Einnahmen lieferte Maduro allerdings nicht. Unklar blieb auch, wer die neue Cyber-Devise kauft.

Erdölreichstes Land der Welt

Bis 19. März können Interessenten in den "Petro" investieren, der venezolanischen Angaben zufolge mit jeweils einem Barrel (159 Liter) der Rohöl-Reserven des Landes besichert ist. Venezuela ist das erdölreichste Land der Welt und verfügt nach eigenen Angaben über Reserven von 267 Milliarden Barrel.

100 Millionen digitale Münzen sollten nach früheren Aussagen Maduros zu jeweils etwa 60 Dollar ausgegeben werden. Damit käme der Petro auf einen Gesamt-Börsenwert von sechs Milliarden Dollar und würde aus dem Stand in die Top Ten der Kryptowährungen einziehen. Maduro sagte nicht, zu welchem Preis der Petro nun bislang verkauft wurde.

Venezuela will vom Boom der Kryptowährungen profitieren und damit seine schweren Finanznöte abmildern. Venezuela steckt in einer tiefen Rezession, der Ölpreisverfall der vergangenen Jahre drückt auf die Einnahmen des Staates.

Den Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge schrumpfte die Wirtschaft des Landes 2017 um zwölf Prozent. Die Inflation von mehr als 4000 Prozent trifft die unter Lebensmittelknappheit leidende Bevölkerung hart.

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