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Ist mit ihrem Mann nach Brasilien geflüchtet: Venezuelas abgesetzte Generalstaatsanwältin und Gegenspielerin von Staatschef Nicolàs Maduro, Luisa Ortega. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA EFE/MIGUEL GUTIERREZ

(sda-ats)

Venezuelas nach Kolumbien geflohene ehemalige Generalstaatsanwältin Luisa Ortega ist nach Brasilien weitergereist. Wie die kolumbianischen Migrationsbehörden am Dienstag mitteilten, regelte sie zuvor die erforderlichen Ausreiseformalitäten.

Ortega war am Freitag - gut zwei Wochen nach ihrer Entlassung durch das Regierungslager - in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá eingetroffen. Sie wurde von ihrem Mann, dem Abgeordneten Germán Ferrer, begleitet. Gegen ihn liegt in Venezuela ein Haftbefehl vor.

Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro erklärte, sein Land werde bei Interpol einen internationalen Haftbefehl gegen das Paar wegen Korruption beantragen. Beide seien in "schwere Verbrechen" verwickelt.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hatte am Montag mitgeteilt, Ortega stehe "unter dem Schutz der kolumbianischen Regierung". Sie werde Asyl bekommen, wenn sie es beantrage.

Die neue verfassunggebende Versammlung in Venezuela hatte Ortega Anfang August entlassen. Ortega, einst eine Unterstützerin Maduros, ist mittlerweile eine seiner wichtigsten Gegnerinnen. Sie wirft ihm Verfassungsbruch vor und versuchte vergeblich, mittels mehrerer Beschwerden die verfassunggebende Versammlung zu verhindern. Diese hat sich grosse Teile der Vollmachten des Parlaments angeeignet, das von der Opposition beherrscht wird.

In Venezuela tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen dem linksnationalistischen Präsidenten Maduro und der Mitte-rechts-Opposition. Die auf Geheiss von Maduro gewählte verfassunggebende Versammlung soll die Verfassung novellieren. Die Opposition, die die Wahl Ende Juli boykottiert hatte, erkennt die Versammlung nicht an. Mehrere Staaten der Region verweigern ihr ebenfalls die Anerkennung.

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SDA-ATS