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Venezuelas Regierung will Geschäftsinhaber festnehmen lassen und mit aller Härte bestrafen, wenn sie sich den politisch verordneten Preissenkungen widersetzen. Präsident Nicolas Maduro sprach die Warnung in einer landesweit ausgestrahlten TV-Ansprache am Freitag aus.

Kritiker werfen dem Sozialisten Populismus vor und beschuldigen ihn, mit den angeordneten Preissenkungen Stimmen für die Kommunalwahlen am 8. Dezember fangen zu wollen. Der Urnengang ist der erste Stimmungstest für den Staatschef, der im April zum Nachfolger des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez gewählt wurde.

Venezuelas Wirtschaft kränkelt, die Inflationsrate liegt bei 54 Prozent. Trotz der reichen Ölvorräte im Land kommt es immer wieder zu Lebensmittelengpässen. Die Regierung wirft der Opposition und den USA einen "Wirtschaftskrieg" vor. Der venezolanische Privatsektor hingegen macht die Regierungspolitik für die ökonomischen Probleme verantwortlich.

Am 8. November hatte Maduro angeordnet, dass Venezuelas Händler ihre Preise senken. Daraufhin gab es einen Ansturm auf Kaufhäuser. Soldaten der Nationalgarde und Polizisten bewachten einzelne Filialen, Regierungsbeamte kontrollierten die Preise in den Läden.

Am Dienstag liess Maduro gar die Elektronik-Handelskette Deka auf unbestimmte Zeit verstaatlichen. Die Regierung warf dem Firmenmanagement vor, Preisspekulation zu betreiben und die Waren zum Zehnfachen ihres Anschaffungspreises anzubieten.

SDA-ATS