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Ende der Billettpreiserhöhungen im öffentlichen Verkehr? Für den grössten ÖV-Verband der Schweiz wäre dies wünschenswert. (Themenbild)

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

(sda-ats)

Hoffnung für die Benutzerinnen und Benutzer von Bahn, Bus und Schiff: Nach Jahren stetig steigender Billettpreise könnten diese auf absehbare Zeit stabil bleiben. Dahingehend äussert sich jedenfalls Ueli Stückelberger, Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV).

"Die Preise sind in den letzten Jahren stark gestiegen, was wir als Branche auch mitgetragen haben. Jetzt sind wir aber der Meinung, die stetige Tariferhöhung müsse ein Ende haben", sagt Stückelberger in einem Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag"/"Ostschweiz am Sonntag". Ein Ende des Preisanstiegs bereits in diesem Jahr sei möglich. Konkreter will er nicht werden.

"Ich will nicht vorgreifen", sagt Stückelberger. Offiziell über die Tarifverhandlungen kommunizieren will der Verband voraussichtlich am 13. Juli.

Sparbillette im Freizeitverkehr

Ein vorläufiges Ende des Preisanstiegs ergibt sich laut Stückelberger insbesondere mit Blick auf den Individualverkehr. Die Strasse sei in den vergangenen Jahren nicht teurer, sondern billiger geworden. "Diese Kostenschere darf sich nicht weiter öffnen", sagt er.

Handlungsbedarf sieht Stückelberger insbesondere beim Freizeitverkehr. Einzeltickets in diesem Bereich seien relativ teuer. Gleichzeitig werde der Freizeitverkehr immer wichtiger. Mit Spezialangeboten und Sparbilletten soll laut Stückelberger darauf reagiert werden. Damit will man unter anderem auch neue Leute auf den Zug bringen.

Im vergangenen Jahr waren die Billettpreise um durchschnittlich drei Prozent erhöht worden. Hauptgrund für den Anstieg waren die höheren Trassenpreise. Der Preisüberwacher und die Branche konnten sich daraufhin auf Rabatte und Preissenkungen im Wert von 50 Millionen Franken einigen.

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SDA-ATS