Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Auch in den USA gibt es EHEC-Verdachtsfälle. Vermutlich hätten sich drei Menschen, die Deutschland besucht hätten, mit dem Darmkeim infiziert, teilte ein Sprecher der US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag mit.

Es handle sich aber wahrscheinlich nicht um die tödliche Variante des Keims, hiess es weiter. Ein Experte der US-Gesundheitsbehörde CDC äusserte Zweifel an den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass für die zahlreichen schweren Darminfektionen ein ganz neuer Stamm von E.coli-Bakterien verantwortlich sei.

CDC-Forscher Robert Tauxe erklärte, das Bakterium habe schon zuvor zu einer Erkrankung in Korea geführt. Der genetische Fingerabdruck unterscheide sich vielleicht etwas, "aber dieser Strang ist selten genug, dass viele Menschen noch nichts von ihm gehört haben".

EHEC-Genom entziffert

Wissenschafter aus Hamburg und China haben inzwischen die Erbsubstanz des in Deutschland grassierenden EHEC-Bakteriums entschlüsselt. Mit dem Abschluss dieser Arbeit sei ein weiterer Schritt zur Identifikation des aggressiven Darmkeims gelungen.

"Es handelt sich um einen besonderen Typ eines EHEC-Erregers", sagte Bakteriologe Holger Rohde vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am Donnerstag.

Die Forscher hätten im Erbgut des Keims Anteile zweier ganz unterschiedlicher Bakterienstämmen gefunden. Im untersuchten Genom seien Teile des klassischen Erregers sowie von einem weiter entfernten Erreger gefunden worden. Der Keim weise ein ganz besonderes Resistenzprofil auf.

Die Arbeit gelang gemeinsam mit dem chinesischen Beijing Genomic Institute.

Keine unmittelbare Hilfe für Infizierte

Die neuen Erkenntnisse über das Genom des Bakteriums helfen den betroffenen Patienten nach Erkenntnissen der Experten allerdings nicht unmittelbar, sondern müssen in den nächsten Wochen erst interpretiert werden.

Auch am federführenden deutschen Labor für das Hämolytisch-Urämische Syndrom (HUS) - einer schweren Komplikation einer EHEC-Infektion - wird weiter mit Hochdruck daran gearbeitet, das Erbgut des Erregers zu sequenzieren und zu deuten. Mit Ergebnissen sei in Kürze zu rechnen, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

In Deutschland starben bereits 17 Menschen, nachdem sie sich mit dem neuartigen Erreger infiziert hatten. Auch eien Frau aus Schweden kam ums Leben, die zuvor in Deutschland gewesen war.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS