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Die Veruntreuungsvorwüfe an Air-Berlin-Gründer Joachim Hunold sollen im Zug des Insolvenzverfahrens der Fluggesellschaft aufgearbeitet werden. (Symboldbild)

KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN

(sda-ats)

Air-Berlin-Gründer Joachim Hunold steht nach Medieninformationen im Verdacht, Firmengelder veruntreut zu haben. Er soll auf Kosten der Gesellschaft mit Geschäftsreiseflugzeugen zu privaten Zwecken geflogen sein.

Anfang 2012 habe der damalige Firmenchef von Air Berlin, Hartmut Mehdorn, die Interne Revision damit beauftragt, Abrechnungen seines Vorgängers Hunold zu überprüfen, berichtete die deutsche Zeitung "Bild am Sonntag".

Fachleute des Unternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellten ein Zwischengutachten mit dem Titel "Mögliche strafbare Handlungen des ehemaligen Chief Executive Officers Joachim Hunold". Darin bestätigten sie dem Bericht zufolge Hinweise, "dass Joachim Hunold zu privaten Zwecken pflichtwidrig das Gesellschaftsvermögen schädigte, indem er auf Kosten der Gesellschaft mit Geschäftsreiseflugzeugen zu privaten Zwecken flog".

Nach seinem Ausscheiden bei Air Berlin habe Mehdorn dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Joachim Körber das Zwischengutachten geschickt. In einem Brief vom 10. Januar 2013 habe Mehdorn geschrieben, er überlasse es Körber, den Vorgang weiter zu verfolgen. Dies geschah aber nicht.

Auf Anfrage der "BamS" äusserten sich Hunold, Mehdorn und Körber nicht. Ein Air-Berlin-Sprecher sagte der Zeitung: "Vorgänge der Vergangenheit werden im Zuge des Insolvenzverfahrens aufgearbeitet." Die krisengeplante Fluggesellschaft hatte Mitte August Insolvenz anmelden müssen. Zahlreichen Beschäftigen droht der Jobverlust, zehntausende gebuchte Tickets sind verfallen.

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