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Wegen der anrollenden Sanierung des Stadttheaters hat Konzert Theater Bern (KTB) am Freitag ein verdichtetes Angebot für die kommende Spielzeit präsentiert. Der herkömmliche Theater-Betrieb beginnt erst im Oktober und endet bereits im Mai 2014. Geboten wird dafür Neues.

Das Schauspiel etwa findet in der zweiten Mai-Hälfte in einem Bunker in Bolligen BE Unterschlupf, wo Christian Krachts "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" gezeigt wird. Das Musiktheater gastiert erneut in der Reitschule und präsentiert in der Grossen Halle im Juni 2014 "Peter Grimes" von Benjamin Britten.

Dank Ausweich-Spielstätten, Gastspielen und Kooperationen bleibt die Gesamtzahl der Vorstellungen und Konzerte in der kommenden Spielzeit trotz der Sanierung des grossen Hauses in etwa konstant, wie KTB-Direktor Stephan Märki vor den Medien sagte. Zum Saisonauftakt im September 2013 gastiert der "Cirque de Loin" im Stadttheater.

Der herkömmliche Theater-Betrieb startet nach den Herbstferien geballt mit vier Premieren in neun Tagen, wobei in der Sparte Schauspiel "King Lear" und das Musical "Cabaret" gezeigt werden.

Im Musiktheater steht die Premiere von "Der Freyschütz" in einer neuen Fassung von Chefdirigent Mario Venzago an. Er ziehe sich warm an und mache sich auf Kritik gefasst, sagte Venzago am Freitag.

Neustart für die Tanz-Sparte

Vor ihrer ersten Saison in Bern steht Tanz-Direktorin Estefania Miranda. Sie will einerseits an die Arbeit ihrer Vorgängerin Cathy Marston anknüpfen und andererseits neue Wege gehen. Um den Neustart der Sparte Tanz auf dem Platz Bern zu signalisieren, wird Bern Ballett in Tanzcompagnie Konzert Theater Bern umbenannt.

Die neu formierte Truppe wartet in ihrer ersten Spielzeit mit einem dichten Programm auf. Zu Saisonbeginn wird die spartenübergreifende Produktion "Zero" präsentiert, wobei Miranda betonte, dass die aufstrebende niederländische Modeschöpferin Iris van Herpen "spektakuläre Kostüme" besteuern werde.

Geplant sind zudem Vertanzungen grosser Stoffe wie "Homo Faber" von Max Frisch und "Othello" von William Shakespare. Mit "Othello" stellt sich Miranda dem Berner Publikum als Choreografin vor. Für Nachwuchs-Choreografen gibt es im Mai 2014 ein neues Tanzfestival.

Mit "Der Vetter aus Dingsda"

Im Musiktheater setzt Opern- und Konzertdirektor Xavier Zuber auf "Helden, die abseits stehen", wie es in den Medienunterlagen heisst. Neben allseits bekannten Stücken wie Verdis "La Traviata" findet sich unter anderem auch die weit unbekanntere Operette "Der Vetter aus Dingsda" von Eduard Künneke auf dem Spielplan.

Das Berner Symphonieorchester (BSO) lädt kommende Saison Stars und Wunderkinder nach Bern, wie Chefdirigent Venzago sagte. Erwartet werden die bekannte Cellistin Sol Gabetta und der erst 19-jährige US-Pianist Kit Armstrong. Der junge Kalifornier scheine sein Metier zu beherrschen, ohne üben zu müssen, sagte Venzago.

Der Chefdirigent erklärte die Ära der wuchtigen Klangkörper für beendet. Schlanken Gebilden wie dem BSO gehöre aus wirtschaftlichen, aber auch aus künstlerischen Gründen die Zukunft.

Freud und Leid für Schauspiel

Die Verantwortlichen von Konzert Theater Bern betonten am Freitag, dass es für eine Bilanz der aktuellen Saison noch zu früh sei. Direktor Märki, dessen erste Spielzeit in Bern im Juni zu Ende geht, räumte aber ein, dass es bei Schauspiel-Produktionen im Stammhaus am Waisenhausplatz noch an Zuschauern mangelt.

Es sei schwierig, das Publikum aus der Spielstätte Vidmar wieder in die Innenstadt zu locken, sagte Märki. Freuen konnte sich Schauspieldirektorin Iris Laufenberg über internationales Lob wie die Einladung der Berner Fassung von Moritz Rinkes Erfolgskomödie "Wir lieben und wissen nichts" an die Mülheimer Theatertage.

Philipp Löhle, der in Bern mit "Triologie der Träumer" Erfolge feierte, wird 2013/14 zum KTB-Hausautor. Ein neues Stück aus seiner Feder wird im Februar 2014 in Vidmar 1 uraufgeführt.

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SDA-ATS