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Verfahren gegen Airlines: Verdacht auf Verletzung der Passagierrechte

Wegen möglicher Verletzung der Passagierrechte hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gegen 14 Fluggesellschaften ein Verwaltungsstrafverfahren eröffnet. Die Airlines können mit Bussen von maximal 20'000 Franken bestraft werden.

Es ist das erste Mal, dass das BAZL ein solches Verwaltungsstrafverfahren eröffnet, wie Amtssprecher Anton Kohler am Donnerstag zu einer BAZL-Mitteilung auf Anfrage sagte. Bei Verstössen gegen die Passagierrechte könne das BAZL eine Fluggesellschaft mit maximal 20'000 Franken büssen.

Es kann die verurteilten Fluggesellschaften jedoch nicht zwingen, den betroffenen Kunden die verweigerte Entschädigung zu bezahlen. Die Fluggäste müssen ihre Ansprüche in jedem Fall selber auf zivilrechtlichem Weg einfordern.

Je nach Art des Vorfalls, Länge des Flugs oder Umfang der Verspätung stehen den Passagieren Leistungen in Form von Getränken, Mahlzeiten und Übernachtungen oder Entschädigungen bis zu 600 Euro zu. Von Entschädigungszahlungen befreit sind Fluggesellschaften zum Beispiel, wenn ein Flug wegen heftiger Schneefälle oder Gewitterstürmen annulliert werden musste.

BAZL nennt Namen der Airlines nicht

Um welche 14 Fluggesellschaften es sich handelt, will das BAZL nicht sagen. Betroffen seien Airlines, "die in der Schweiz starten, und Schweizer Gesellschaften, die im Ausland starten".

Die europäischen Bestimmungen über die Passagierrechte in der Zivilluftfahrt gelten seit Ende 2006 auch in der Schweiz, wie das BAZL am Donnerstag mitteilte. Demnach verfügen die Fluggäste bei Verspätungen, Absagen oder Überbuchungen über klare und verbesserte Ansprüche gegenüber den Fluggesellschaften. In der Schweiz obliegt es dem BAZL, die Anwendung der Bestimmungen zu überwachen.

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