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In den Schweizer Teppichetagen steigen die Löhne moderat. Im Schnitt liegen die Kadersaläre dieses Jahr 2 Prozent höher als 2012, wie aus einer Studie der Managementberatungsfirma Kienbaum hervorgeht.

"Der Anstieg ist eher verhalten", sagte Jörg Scholten, Vergütungsexperte bei Kienbaum, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Das Wachstum sei zwar ansehnlich, aber deutlich tiefer als in den Boomjahren der jüngeren Vergangenheit.

Überdurchschnittlich zugelegt haben die obersten Führungspositionen: Die Geschäftsführer der 430 analysierten Unternehmen beziehen im Schnitt einen Jahreslohn von 351'000 Franken und damit 5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Rund ein Viertel der Vergütung wird als Bonus ausbezahlt. In den unteren Etagen des Managements ist der Anteil der variablen Vergütung wesentlich geringer.

Über alle Stufen hinweg bleibe dieser Anteil in etwa konstant, sagte Scholten. "Im Topmanagement lässt sich aber ein Trend feststellen von kurzfristigen hin zu langfristigen variablen Vergütungen." Für die Berechnung des Bonus wird also weniger auf das Jahresergebnis geschaut, dafür stärker auf die Entwicklung über drei bis fünf Jahre hinweg.

Dieser Trend hängt laut Scholten nicht zuletzt mit den Vorschriften der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) zusammen. Diese verlangt von den ihr unterstellten Unternehmen, dass ein wesentlicher Teil der variablen Vergütung langfristig ausgerichtet sein muss.

Weniger Boni für Banker

Generell rückläufig sind die Boni laut Kienbaum in der Finanzindustrie. "Im Bankensektor machen sich die Änderungen der Vergütungssysteme als Konsequenz aus der Finanzmarktkrise bereits bemerkbar", erklärte Scholten.

Weniger deutliche Auswirkungen auf die Löhne hatte die Umstrukturierung im Energiesektor. Die Branche befinde sich in einem tiefgreifenden Umbruch, und die Unternehmen würden sich vermehrt aus riskanten Geschäftsfeldern wie dem Energiehandel zurückziehen. "Dennoch bleiben die Kaderlöhne im Energiesektor überraschenderweise auf einem sehr üppigen Niveau", sagte Scholten. Er erwartet aber eine baldige Korrektur nach unten.

Die Kienbaum-Studie zeigt auch, dass Frauen in den obersten Führungsgremien nach wie vor deutlich unterrepräsentiert sind. Auf Ebene der Geschäftsleitung stagniert ihr Anteil bei 8 Prozent. Lediglich im unteren Management werden Positionen vermehrt mit Frauen besetzt; ihr Anteil nahm auf 21 Prozent zu.

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SDA-ATS