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Weil Staus Umwelt und Volkswirtschaft belasten, will der Bund den Verkehrsfluss optimieren. Und setzt auf High-Tech. Erste Erfolge kann die seit 2008 in Betrieb stehende Verkehrsmanagementzentrale Schweiz (VMZ-CH) in Emmenbrücke LU verbuchen.

Aus gegebenem Anlass lud das Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Gründonnerstag die Medien nach Emmenbrücke. Doch der grosse Stau mit stundenlangen Wartezeiten am Gotthard blieb aus. Es wurden eindeutig weniger Fahrzeuge Richtung Süden registriert als beispielsweise vor den Ostern im letzten Jahr.

Vielleicht machen es viele so wie Verkehrsministerin Doris Leuthard. Auch sie will die Ostertage möglichst staufrei und in Ruhe verbringen. Das Wetter sei ja auch im Norden schön, "da können Sie auch im eigenen Garten bleiben", sagte sie an der Medienorientierung. Denn jede Staustunde sei eine Stunde zuviel.

Rund 12'000 Staustunden gibt es jährlich auf dem Nationalstrassennetz, etwa ein Drittel davon im Grossraum Zürich. Im Gegensatz zur Verkehrsdichte in den grossen Agglomerationen hat die A2 am Gotthard ein vergleichsweise geringes Verkehrsaufkommen. Trotzdem verursacht der Abschnitt zwischen Erstfeld UR und Biasca TI zur Ferienzeit und an Ostern 13 Prozent der Staustunden auf Autobahnen.

Grosse Belastung der Volkswirtschaft

Die volkswirtschaftlichen Kosten der Staus werden auf rund 1,2 Mrd. Franken veranschlagt. Schätzungen, die auch indirekte Auswirkungen einbeziehen, gehen gar von 5 bis 8 Mrd. Franken aus. Dazu kommt die Belastung der Luft.

Der Kampf gegen die Staus hat deshalb beim Bund hohe Priorität. Dabei setzt man auf neuste Technologie, was allerdings - wie Bundesrätin Leuthard gesteht - nicht ganz billig ist. Ein Vorzeigeobjekt dieser Massnahmen ist die VMZ-CH, die 2008 in Betrieb genommen wurde.

Rund 20 Mitarbeiter sammeln dort rund um die Uhr Informationen, werten sie aus und ordnen Verkehrsmanagement-Massnahmen an. Weil diese Aufgabe vom Bund übernommen wurde, kann die Zentrale auf Autobahnen heute national operieren und muss nicht mehr mit einem Puzzle kantonal abgegrenzter Massnahmen operieren.

Auch beim Schwerverkehr will die Verkehrsministerin eingreifen. Einerseits sollen den Chauffeuren mehr Stellplätze mit entsprechender Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Geprüft werden 16 solcher Plätze in der ganzen Schweiz. Anderseits aber sei auch mit zusätzlichen Überholverboten für Lastwagen zu rechnen.

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SDA-ATS