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Spricht während einer Medienkonferenz beim New Yorker Busbahnhof Port Authority über den versuchten Terroranschlag: Bürgermeister Bill de Blasio.

Keystone/EPA/PETER FOLEY

(sda-ats)

Bei einem mutmasslichen Anschlagsversuch mit terroristischem Hintergrund sind am Montagmorgen im New Yorker Stadtteil Manhattan vier Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten ist der Mann, an dessen Körper der Sprengsatz von primitiver Machart befestigt war.

Der Tatverdächtige erlitt bei der Explosion laut Polizeiangaben Brand- und Schnittverletzungen an Händen und Oberkörper und wurde festgenommen. Ausserdem wurden drei Passanten verletzt, die mit Kopfschmerzen und Ohrgeräuschen selbständig vorsorglich das Spital aufsuchten.

Es habe sich um einen versuchten Terroranschlag gehandelt, bestätigte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio wenige Stunden nach dem Vorfall mitten in der morgendlichen Rush Hour. "Gott sei Dank hat der Täter seine endgültigen Ziele nicht erreicht", fügte er hinzu. Näheres über die Motive des Verdächtigen wurde zunächst nicht bekannt.

Die Explosion ereignete sich um etwa 07.20 Uhr Ortszeit in einem Fussgängertunnel, der zwei U-Bahnstationen am Busbahnhof Port Authority miteinander verbindet. Letzterer ist nach Betreiberangaben der meistgenutzte Busbahnhof der Welt und liegt nahe des Times Square, einer der beliebtesten Touristenattraktionen der US-Ostküstenmetropole.

Bombe vermutlich selbstgebaut

Der Täter wurde als der 27-jährige Akayed Ullah identifiziert. Der frühere New Yorker Polizeichef Bill Bratton sagte im TV-Sender MSNBC, nach seinen Informationen stamme der Mann aus Bangladesch und habe im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehandelt. Er habe die vermutlich selbstgebaute Bombe am Körper getragen.

Ob der Mann beabsichtigte, den einer Rohrbombe ähnelnden Sprengsatz an genau dieser Stelle hochgehen zu lassen, war nach Angaben des New Yorker Polizeichefs James O'Neill zunächst unklar. In Medienberichten hatte es zuvor geheissen, die Bombe sei vorzeitig explodiert.

Es sei ein eher amateurhaft zusammengebauter Sprengsatz gewesen, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Nach Medienberichten soll der Mann im New Yorker Stadtteil Brooklyn zu Hause gewesen sein, wo viele Muslime wohnen.

Als Symbol für Freiheit im Visier

Cuomo betonte, New York sei ein Symbol für Freiheit und Demokratie. "Das macht uns zu einem Ziel", sagte er mit Blick auf mögliche Terroranschläge. "Das ist die Realität New Yorks." Er dankte Polizei und Rettungskräften für deren Einsatz.

US-Präsident Donald Trump wurde am Morgen umgehend über den Vorfall informiert, wie das Weisse Haus mitteilte. Der Busbahnhof wurde nach der Explosion rasch evakuiert, die Zone abgesperrt. U-Bahn-Züge hielten vorübergehend an dem Bahnhof wie auch am Times Square nicht mehr an.

Erst im Oktober war in Manhattan ein Anschlag verübt worden, bei dem acht Menschen getötet wurden. Dabei war ein Mann mit einem Kleintransporter auf einen Veloweg gefahren. Der festgenommene Täter, ein 29-jähriger Usbeke, gab sich als IS-Gefolgsmann zu erkennen. Es handelte sich um den ersten Terroranschlag in New York mit Todesopfern seit dem 11. September 2001.

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SDA-ATS