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Washington - Bei einem starken Erdbeben auf der Südinsel Neuseelands sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Am stärksten betroffen war die Stadt Christchurch. Dort wurde der Notstand ausgerufen.
Das Beben der Stärke 7,1 zerstörte in der grössten Stadt der Südinsel Gebäude, Brücken, Strassen und Autos. Nach Angaben der US-Geologiebehörde USGS lag das Epizentrum rund 30 Kilometer nordwestlich von Christchurch. Die Erschütterungen um 4.35 Uhr Ortszeit seien auf der ganzen Südinsel zu spüren gewesen.
Es seien zehn spürbare Nachbeben der Stärken 3,9 bis 5,2 registriert worden. Seismologen warnten vor einem grösseren Nachbeben.
Nach Spitalangaben erlitten zwei Menschen schwere und mehrere weitere leichte Verletzungen wie Schnittwunden, Prellungen oder Knochenbrüche.
Mehrere Gebäude stürzten ein. In der Stadt fiel grossflächig die Strom- und Wasserversorgung aus, wie örtliche Medien berichteten. Auch Handynetze seien ausgefallen. Viele Menschen liefen im Dunkeln in Schlafanzügen auf die Strassen, hiess es auf der Website der Lokalzeitung "The Press".
Auch der öffentliche Nahverkehr von Christchurch, mit knapp 350'000 Einwohnern Neuseelands zweitgrösste Stadt, war nach den Erschütterungen am frühen Morgen gestört. Der Schienenverkehr auf der Südinsel wurde aus Sicherheitsgründen eingestellt. Der internationale Flughafen der Stadt wurde evakuiert.
In Christchurch wurden einige Fälle von Plünderungen bekannt. Die Polizei sperrte den Innenstadtbereich bis Sonntag ab. Bis dahin soll das Ausmass der Schäden eingeschätzt worden sein. Für die Nacht auf Sonntag galt eine Ausgangssperre.
Der ausgerufene Notstand erleichtere die Evakuierung der betroffenen Gebiete, sagte Bürgermeister Bob Parker am Samstag dem nationalen Radio. Er sei "entsetzt" über das Ausmass der Schäden, die grösser seien als zunächst angenommen.
Regierungschef John Key sprach nach einem Augenschein von "beängstigenden" Schäden. "Es ist ein Wunder, dass niemand ums Leben gekommen ist", sagte Ministerpräsident Key im Fernsehen. Die Höhe der Sachschäden belaufe sich laut ersten Schätzungen auf rund zwei Milliarden neuseeländische Dollar (1,45 Milliarden Franken).
Neuseeland liegt in einer geologisch aktiven Region. Das jüngste Beben ist eines der zehn schwersten Erdbeben des Landes. Tote gab es zuletzt 1968, als drei Menschen an der Westküste der Südinsel bei Erdstössen der Stärke 7,1 ums Leben kamen.

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SDA-ATS