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Verlorene Seelen und roter Teppich - Auftakt in Cannes

Dieser Inhalt wurde am 13. Mai 2010 - 16:14 publiziert
(Keystone-SDA)

Cannes - Verlorene Seelen waren das Thema der Filme am ersten Wettbewerbstag des Festivals in Cannes. Der Chinese Wang Xiaoshuai stellte "Chongqing Blues" vor. Darin erzählt er von einem Vater, der nach Spuren seines toten Sohnes sucht.
In Mathieu Amalrics "Tournée" geht es um einen gescheiterten französischen TV-Produzenten, der mit einer Truppe amerikanischer Burlesque-Tänzerinnen sein Glück in der alten Heimat sucht.
Die schnelle wirtschaftliche Entwicklung habe zu einem Verlust von Werten geführt, sagte Regisseur Wang nach der Vorstellung. So sei die Bedeutung der Familie geschwunden. Der Vater in seinem Film suche daher nicht nur nach den Spuren seines Sohnes, sondern auch nach den eigenen verlorenen Werten und Gefühlen.
Das tut auch Joachim in Amalrics Roadmovie "Tournée". Der französische Regisseur und Schauspieler, der auch die Hauptrolle spielt, erzählt von mehreren Menschen auf der Suche nach Glück und ihrem Platz im Leben. Dafür wählt er die trostlose und zugleich schrille Welt der Tänzerinnen.
Gewohnt glamourös war es am Abend zuvor bei der Eröffnungsgala am Roten Teppich zugegangen: Dort lächelten zwar nicht ganz so viele Stars wie sonst in die Kameras, die Schaulustigen, die sich seit Tagen mit Leitern an der Croisette postiert hatten, waren dennoch begeistert.
So stellten sich die beiden "Robin Hood"-Hauptdarsteller Russell Crowe und Cate Blanchett dem Blitzlichtgewitter und beantworteten geduldig Fragen.
Am Nachmittag hatte Jury-Präsident Tim Burton das Motto der 63. Filmfestspiele an der Côte d'Azur ausgegeben: Offenheit. Der eigenwillige Filmemacher begrüsste, dass in diesem Jahr nicht so viele Hollywood-Produktionen im Wettbewerb sind.
Bis zum 23. Mai konkurrieren an der Croisette 19 Filme um die Goldene Palme.

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