Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Paris - In der französischen Spendenaffäre um die L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt hat die Polizei mehrere Schlüsselfiguren festgenommen. Die Polizei nahm am Donnerstag den Vermögensverwalter der Milliardärin, Patrice de Maistre, in Gewahrsam.
In der Spendenaffäre um die französische L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt dürfte es bald eine Menge neues Material geben: Die Polizei verhörte am Donnerstag in Paris mehrere Schlüsselfiguren zu Vorwürfen des Steuerbetrugs und der illegalen Parteifinanzierung.
Sowohl der Vermögensverwalter der Milliardärin, Patrice de Maistre, als auch in ihr Freund und Günstling François-Marie Banier kamen in Polizeigewahrsam. Der Künstler Banier soll der 87-jährigen Bettencourt im Laufe der Jahre Bargeld, Gemälde und Lebensversicherungen im Wert von fast einer Milliarde Euro aus der Tasche gezogen haben. Die Tochter der Milliardärin hatte deshalb Anzeige erstattet.
De Maistre wird vorgeworfen, die Steuerhinterziehung der reichsten Frau Frankreichs organisiert zu haben. Zudem soll er rechtswidrige Spenden von Bettencourt an die konservative Regierungspartei UMP übergeben haben, darunter angeblich 150'000 Euro für den Wahlkampf von Präsident Sarkozy im Jahr 2007.
Darüber hinaus wurden der frühere Anwalt der Hauptaktionärin des Kosmetikimperiums L'Oréal, Fabrice Goguel, sowie der Verwalter der Insel Arros auf den Seychellen, Carlos Vejarano, in Polizeigewahrsam genommen. Den Besitz der Insel soll Bettencourt dem französischen Finanzamt ebenso verschwiegen haben wie Konten in der Schweiz.
Im Polizeigewahrsam können die Betroffenen für Befragungen maximal 48 Stunden ohne richterlichen Beschluss festgehalten werden. Sie gelten dabei nicht als formell beschuldigt.
Vom Familienzwist zur Staatsaffäre
Zunächst blieb unklar, in welcher von drei laufenden Ermittlungsverfahren die Personen verhört wurden. Der ursprüngliche Streit zwischen der reichsten Frau Frankreichs und ihrer Tochter hatte sich zu einer Staatsaffäre ausgeweitet, als durch heimliche Tonbandaufnahmen Hinweise auf Steuerbetrug und illegale Parteispenden bekanntwurden.
In der Affäre stehen sowohl Präsident Nicolas Sarkozy als auch sein Arbeitsminister Eric Woerth im Verdacht, illegale Parteispenden angenommen zu haben. Beide Politiker weisen dies zurück.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS