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Der Firmenname der traditionsreichen Tessiner Privatbank BSI ist Geschichte. (Archiv)

KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU

(sda-ats)

Die Vermögensverwalterin EFG International hat die rechtliche und operative Integration der BSI in Monaco abgeschlossen. Mit diesem Schritt sei die legale Integration von weltweit allen BSI-Einheiten nun vollzogen, teilte EFG am Dienstag mit.

Die Einbindung von BSI sei damit innerhalb des geplanten Zeitrahmens gelungen. Unter dem Namen "BSI Monaco SAM" sei BSI in Monaco nun legal und operativ in die EFG Bank (Monaco) S.A. integriert. Das kombinierte Geschäft werde künftig unter dem Namen EFG geführt.

Die vollständige Integration von BSI, die Markt für Markt vorgenommen worden ist, hat laut EFG acht Monate gedauert. Ende 2016 wurden dabei die BSI in Singapur, im ersten Quartal die BSI in Hongkong und auf den Bahamas und im April und Mai die BSI in der Schweiz und in Luxemburg rechtlich integriert.

Der letzte offene Schritt ist nun laut Mitteilung noch die Zusammenführung der IT in der Schweiz. Dies soll bis Ende 2017 geschehen. Ende März 2016 hatten EFG International und BSI erklärt, dass sie sich vom Zusammenschluss hohe Synergien, insbesondere Einsparungen bei der IT erwarten würden. Eine mögliche Kostensenkung bis 2019 in diesem Bereich wurde damals auf 100 Millionen Franken beziffert.

Im Schatten des 1MDB-Skandals

Die BSI als älteste Bank des Tessins ist nun endgültig Geschichte. Unrühmlich war allerdings die von der Finanzmarktaufsicht Finma Ende Mai 2016 verfügte Auflösung der Traditionsbank. Die BSI war im Frühling 2016 wegen des Skandals um die malaysischen Staatsfonds 1MDB von den Aufsichtsbehörden von Singapur wie auch der Schweiz sanktioniert worden.

Im Februar 2016 hatte EFG International angekündigt, für rund 1,3 Milliarden Franken die damals fast gleich grosse Tessiner Privatbank zu übernehmen. Der Ende 2016 bezahlte Kaufpreis lag um 217 Millionen Franken tiefer und wurde mit den damaligen Geschäftszahlen von BSI begründet. Die verwalteten Vermögen von BSI gingen in der Zwischenzeit deutlich zurück. Der Grund dafür dürften auch die undurchsichtige Geschäfte mit dem malaysischen Staatsfonds 1MDB gewesen sein.

Bevorstehender Stellenabbau

Der Zusammenschluss wird zu einem grossen Stellenabbau führen. Im Dezember 2016 kündigte EFG International an, dass durch die Übernahme 2017 bis 2019 bis zu 450 Stellen abgebaut würden. Zwei Drittel des Abbaus werde in der Schweiz erfolgen.

SDA-ATS