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Zwei Flugzeuge haben auf dem Flughafen Zürich auf zwei sich kreuzenden Pisten fast gleichzeitig zum Start angesetzt. Zu dem schweren Vorfall vom 15. März 2011 haben laut schweizerischer Unfalluntersuchungsstelle (SUST) vier Faktoren beigetragen.

Die Swiss-Flugzeuge auf den Pisten 16 und 28 erhielten kurz nacheinander eine Startfreigabe und setzten zum Start an. Die Besatzung der einen Maschine bemerkte das andere Flugzeug und brach den Start ab. Praktisch gleichzeitig befahl der Flugverkehrsleiter den Start sofort abzubrechen.

Unmittelbar nach dem Vorfall leitete das Flugsicherungsunternehmen Skyguide eine interne Untersuchung ein. Nun liegt auch der SUST-Untersuchungsbericht vor, wie Skyguide am Montag mitteilte.

Wesentlich zu dem Vorfall beigetragen hätten unter anderem Vermessungsflüge, die zu einer Zeit mit höchstem Verkehrsaufkommen am Flughafen Zürich durchgeführt wurden. Dies habe die Komplexität des Betriebes für die Flugverkehrsleitung erhöht, heisst es im SUST-Bericht. Ausserdem sei der Flugverkehrsleiter mit Aufgaben beschäftigt gewesen, die zu diesem Zeitpunkt keine hohe Priorität hatten.

Das Arbeitskonzept der Platzverkehrsleitstelle habe bei hohem Verkehrsaufkommen nur eine ungenügende gegenseitige Unterstützung zugelassen und generell keine Überwachung zum frühzeitigen Erkennen und Korrigieren von Fehlern aufgewiesen. Schliesslich sei das Kollisionswarnsystem der Flugverkehrsleitung wenig geeignet gewesen, um sich anbahnende Konfliktsituationen zu entschärfen.

Skyguide fordert Vereinfachung des Betriebes

Die Befunde der SUST decken sich weitgehend mit den Erkenntnissen der internen Untersuchung von Skyguide, wie das Unternehmen in seiner Mitteilung schreibt. Inzwischen wurden in Abstimmung mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und dem Flughafen bereits verschiedene Verbesserungsmassnahmen umgesetzt.

Die Analyse zeige jedoch, dass eine grundlegende Vereinfachung der Betriebsverfahren notwendig sei. Schwachpunkte am Flughafen Zürich seien die vielen Pistenüberquerungen, die häufige Umstellung und die Vielzahl von Betriebsverfahrens sowie der hohe Verkehrsmix.

Der SUST-Bericht dient nur der Unfallverhütung. Er ist nicht dazu da, ein Verschulden festzustellen oder Haftungsfragen zu klären. Im Rahmen der Untersuchung wurden sieben Sicherheitsempfehlungen ausgesprochen.

SDA-ATS