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Ein Rothirsch in einem vom Sturm gefällten Baum im Tierpark Goldau SZ.

KEYSTONE/URS FLUEELER

(sda-ats)

Am Tag nach "Burglind" ist in der Schweiz Aufräumen und Schäden schätzen angesagt. Versicherungen rechnen nach vorläufigen Zahlen mit Schäden von über 50 Millionen Franken. Hart getroffen wurden die Tierpärke Dählhölzli in Bern und in Goldau SZ.

Im Berner Tierpark Dählhölzli wurden am Donnerstag Zäune und Wege repariert. Für Schlagzeilen sorgte zudem, dass im beschädigten Wolfsgehege zwischenzeitlich nur fünf von sechs Wölfen gesichtet worden waren. Der Tierparkdirektor gab am frühen Abend Entwarnung: "Alle Wölfe sind mit Sicherheit da", sagte Bernd Schildger der sda.

Festschmaus für Tiere

Das Tierpark-Team hatte die Suche am Mittwoch abgebrochen, weil die Wölfe "extrem nervös" geworden seien, folglich also gar nicht das ganze Gehege abgesucht. Die Schäden im Tierpark sind gemäss dessen Angaben grösser als beim Orkan "Lothar" von 1999.

Hart getroffen wurde auch der Tierpark Goldau im Kanton Schwyz. "Burglind" knickte Bäume im Park wie Streichhölzer. Förster waren damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen. Für die Tiere im Park ist das ein Schmaus: Sie bekommen die umgestürzten Bäume und abgebrochenen Äste zu fressen.

Der Tierpark bezifferte die Schäden auf rund 50'000 Franken. Rund 50 Bäume wurden geknickt. Das 15-jährige Graukranich-Männchen wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Meist Bagatellfälle

Heruntergefallene Ziegel, auf Dächer gestürzte Bäume, weggerissene Scheunentore: Sturm "Burglind" hat an vielen Orten der Schweiz Spuren hinterlassen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur sda zeigt. Vor allem kleinere Schäden wurden bisher gemeldet, die Bilanzen dürften wegen der Ferien aber noch nicht komplett sein.

Am Tag nach dem Sturm mussten in Bern und im Bündner Prättigau mehrere tausend Haushalte ohne Strom auskommen. Wegen beschädigter Stromleitungen waren am Donnerstagabend noch rund 2500 Kunden ohne Strom, wie die BKW mitteilte. Die Reparaturarbeiten seien im Gang. Repariert wurde auch im Prättigau, wo am Donnerstagmorgen noch 200 Haushalte ohne Strom waren.

Mehrere Verkehrs- und Reisewege sind wegen des Sturms zurzeit länger: Unter anderem ist die Axenstrasse von Brunnen SZ nach Flüelen UR bis voraussichtlich Sonntagabend gesperrt, nachdem der Sturm Felsbrocken auf eine Galerie stürzen liess. Diese muss nun repariert werden.

Unterbrochen waren auch Strecken der Montreux-Berner Oberland-Bahn. Nach dem der Sturm an der Lenk am Mittwoch einen Bahnwaggon aus den Schienen gehoben hatte, war die Strecke Zweisimmen-Lenk noch immer unterbrochen. Und auf der MOB-Strecke von Château d'Oex VD nach Zweisimmen BE verkehrten wegen mehrerer Erdrutsche keine Züge.

Bern stark getroffen

Am Aufarbeiten waren am Donnerstag auch die Versicherungen. Die Gebäudeversicherungen und mehrere private Versicherungen meldeten Schäden von insgesamt über 50 Millionen Franken. Genaue Zahlen lagen am Tag nach dem Sturm allerdings noch nicht vor.

Stark getroffen wurden die Kantone Bern und Luzern: Die Berner Gebäudeversicherung sprach von Schäden in der Höhe von bis zu 10 Millionen Franken. Die Luzerner Gebäudeversicherung korrigierte ihre Bilanz noch am Donnerstag von 4 Millionen auf ebenfalls rund 10 Millionen Franken.

Es habe zahlreiche kleinere Schäden gegeben, sagte ein Sprecher der Luzerner Gebäudeversicherung auf Anfrage. Viele davon seien erst im Verlaufe des Tages gemeldet worden. Schwer getroffen habe es landwirtschaftliche Gebäude. Grossschäden von über 100'000 Franken seien bislang aber nicht bekannt.

Die Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV) meldete Schäden im Umfang von 5 Millionen Franken und registrierte neben vielen Bagatellfällen auch grosse Schäden. Eine Tanne zerstörte einen ganzen Dachstock. An einer Photovoltaikanlage entstand ein Sachschaden von mehr als einer halben Million Franken.

Schadeninspektoren unterwegs

Arbeit macht "Burglind" aber auch den Schadeninspektoren von privaten Versicherungen. AXA Schweiz rechnet mit Schäden von über 2 Millionen Franken und bis zu 600 Schadenmeldungen.

Bei der Mobiliar haben Versicherte bisher 800 Schäden von rund 2 Millionen gemeldet. Die Versicherung rechnet damit, dass sich diese Zahlen noch verdoppeln. Die Zurich Schweiz hat 230 Schadenmeldungen im Umfang von 2 Millionen Franken an Gebäuden und Hausrat erhalten. An Autos würden 120 Schäden begutachtet, teilte ein Sprecher mit.

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