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Verstimmung über Kosovo soll bilaterale Beziehungen nicht belasten

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 17:23 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die Schweiz und Serbien haben ihre Verstimmung über die rasche Anerkennung des Kosovo durch die Schweiz beigelegt. Bei einem offiziellen Besuch in Kehrsatz BE sagte Premierminister Mirko Cvetkovic, das Problem müsse nun auf juristischer Ebene behandelt werden.
Serbien hatte im Oktober 2008 vom Internationalen Gerichtshof verlangt, die Anerkennung des Kosovo durch über 60 Staaten als völkerrechtswidrig zu verurteilen. Damit befinde sich das Problem nicht mehr auf der politischen Ebene, sagte Cvetkovic.
Nach offiziellen Gesprächen auf dem bundesrätlichen Landsitz Lohn betonten Cvetkovic und Bundespräsidentin Doris Leuthard die "exzellenten Beziehungen" zwischen den beiden Staaten. "Die einzige Meinungsverschiedenheit ist jene über das Kosovo", sagte der serbische Regierungschef.
Die Beziehungen beider Länder waren ab Februar 2008 getrübt. Die Schweiz hatte damals als einer der ersten Staaten die Unabhängigkeit des von Serbien abtrünnigen Kosovo anerkannt. Serbien zog darauf für mehrere Monate seinen Botschafter aus Bern ab.
Cvetkovic betonte, sein Land sei nach dem Entscheid des Internationalen Gerichtshofs bereit, ohne Einschränkungen über eine Lösung des Kosovo-Problems zu diskutieren. Auch Leuthard zeigte sich überzeugt, dass dann ein "korrektes Vorgehen" gefunden werden könne.
Beide Politiker lobten die wirtschaftlichen Beziehungen der zwei Länder. Insbesondere betonten sie die Wichtigkeit des Ende 2009 unterzeichneten Freihandelsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und Serbien. Dieses werde Handel und Investitionen wieder Schub verleihen, sagte Leuthard.

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