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Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat erste Konsequenzen aus den jüngst bekannt gewordenen Missständen bei der Bundeswehr gezogen. Nach der angeblichen Meuterei und Hinweisen auf Drangsalierungen auf der "Gorch Fock" enthob er den Kapitän des Kommandos.

Der legendäre Dreimaster soll möglichst schnell von Argentinien nach Deutschland zurückkehren. Seine Zukunft als Ausbildungsschiff der Marine ist ungewiss.

In der vergangenen Woche hatten Berichte über eine angebliche Meuterei auf der "Gorch Fock" infolge des Unfalltodes einer jungen Offiziersanwärterin für Aufsehen gesorgt. Zudem sollen Mitglieder der Stammbesetzung Kadetten drangsaliert haben. Auch zu sexuellen Übergriffen soll es gekommen sein.

Suche nach Ritualen

Die Mutter der 25-jährigen Kadettin erstattete dem Magazin "Focus" zufolge Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung. Die Offiziersanwärterin war im vergangenen November aus der Takelage des Schiffes auf das Deck gestürzt. Sie starb kurz darauf an den Folgen des Unfalls. Bundeswehrsoldaten warfen den Ausbildern auf der "Gorch Fock" daraufhin massiven Druck bis hin zur Nötigung vor.

Guttenberg ordnete zudem eine umfassende Untersuchung der gesamten Bundeswehr auf mögliches Fehlverhalten an. Dabei soll geprüft werden, "inwieweit es in den letzten Jahren und auch jetzt noch Anhaltspunkte für Rituale gibt, die den Grundsätzen der Bundeswehr widersprechen", sagte Guttenberg der "Bild am Sonntag".

Todesschuss in Afghanistan

Am Mittwoch muss Guttenberg dem Verteidigungsausschuss des Bundestags Auskunft geben. Ausser zu den Vorfällen auf der "Gorch Fock" muss er dort auch zum versehentlichen Todesschuss auf einen Soldaten in Afghanistan und zum Öffnen von Feldpost aus diesem Einsatzgebiet Stellung nehmen.

Er widersprach Vorwürfen, sein Haus habe den Bundestag über die näheren Umstände des Todes des Soldaten am 17. Dezember bewusst unzureichend oder gar falsch informiert.

Nach "BamS"-Informationen reiste wenige Tage nach dem tragischen Unglücksfall eine Delegation von 15 Bundestagsabgeordneten ins afghanische Masar-i-Scharif. Die Abgeordneten hätten mehrfach mit Soldaten sprechen können, die Detailkenntnisse von dem Todesschuss gehabt hätten.

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SDA-ATS