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Verwahrter in Strafanstalt Pöschwies erleidet Brandverletzung

Dieser Inhalt wurde am 22. Mai 2010 - 18:12 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Bei einem Brand in einer Zelle in der Sicherheitsabteilung der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH ist am Freitagabend ein 44-jähriger Insasse schwer verletzt worden. Ob er das Feuer absichtlich entfacht hat, ist noch unklar.
Beim Verletzten handelt es sich um einen Somalier, der wegen schwerer Körperverletzung in der Strafanstalt Pöschwies verwahrt ist, wie das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich mitteilte. Der Mann erlitt schwere Verbrennungen im Brust- und Rückenbereich. Zudem bestehe der Verdacht auf Rauchvergiftung.
"Ob der Insasse das Feuer absichtlich gelegt hat, ist noch nicht klar", sagte Rebecca de Silva, Sprecherin des Amts für Justizvollzug, auf Anfrage der SDA. Klar scheine, dass der Brand in der Zelle selber ausgebrochen sei. Brandermittler würden derzeit die Brandursache untersuchen.
Insassen der Strafanstalt hätten kurz nach 17 Uhr beobachtet, wie Rauch durch eine Luke in der Türe auf den Gang ausgewichen sei, sagte de Silva. Das Feuer habe innert weniger Minuten von vier Mitarbeitern der Strafanstalt gelöscht werden können. Ausser dem Häftling sei niemand gesundheitlich beeinträchtigt worden.
Der Verletzte wurde aus der Zelle evakuiert, der interne Arztdienst leistete erste Hilfe. Weitere Rettungskräfte übernahmen die medizinische Betreuung. In Begleitung der Kantonspolizei wurde der Häftlinge ins Spital gebracht. Ob seine Verletzungen lebensbedrohlich sind, konnte de Silva nicht sagen.
Gemäss de Silva sind Feuerzeuge und Zündhölzer sowie das Rauchen in den Zellen der Sicherheitsabteilung erlaubt. "Es herrscht ein strenges Sicherheitsregime, die Leute können nur eine Stunde am Tag hinaus zum Spazieren", sagte die Sprecherin des Amts für Justizvollzug.
Alle Möglichkeiten, sich selbst zu schaden, oder etwas zu zerstören, könnten auch auf einer solchen Abteilung nicht ausgeschlossen werden.

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