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Lausanne - Fünf Polizeibeamte der Waadtländer Kantonspolizei haben eine Verwarnung erhalten. Sie hatten sich im Zusammenhang mit dem Todesfall eines Häftlings in der Strafanstalt Bochuz am 11. März dieses Jahres abschätzig geäussert.
"Ich begrüsse diesen Schritt", sagte Polizeidirektorin Jacqueline de Quattro in einem Interview mit der Tageszeitung "24 Heures" vom Samstag. "Auch wenn gewisse verbale Ausrutscher durch Stress erklärt werden können. Eine Entschuldigung ist das nicht". Solche Aussagen von Polizisten seien nicht tolerierbar.
Statt den Häftling aus der Zelle zu holen, wo er am Rauch erstickte, hatten die Gefängniswärter beim Polizeinotruf 117 Verstärkung angefordert. Auf den Aufnahmen der Gespräche zwischen Strafanstalt und Polizeiposten sind Gelächter und abschätzige Bemerkungen über den Häftling zu hören.
Westschweizer und französische Medien hatten die Aufnahmen nach dem tragischen Todesfall veröffentlicht. Der Tod des Häftlings ist vom ehemaligen Bundesgerichtspräsidenten Claude Rouiller untersucht worden. Sein letzte Woche publizierter Bericht übte harsche Kritik am Haftregime in Bochuz.
So haben mangelhafte Ausbildung und eine bis ins Absurde getriebene Weisungshörigkeit des Personals zum Tod des Häftlings in der Waadtländer Strafanstalt geführt. Als erste politische Konsequenz aus dem Fall muss die Waadtländer Vorsteherin der Strafvollzugs gehen.

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SDA-ATS