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Niki Lauda sieht in Ferrari-Pilot Sebastian Vettel eindeutig den Schuldigen des folgenschweren Startunfalls beim Formel-1-Rennen in Singapur.

Das sagte der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams im Interview mit der Tageszeitung Die Welt. "Offiziell wurde von der Rennleitung der Crash als ganz normaler Rennunfall eingestuft. Das hat mich, ehrlich gesagt, ein wenig überrascht", sagte der 68-Jährige.

"Für mich ist und war eindeutig, dass Sebastian nach dem Start nach links gezogen ist, um den in der Mitte fahrenden Max Verstappen abzuwehren und sich gleichzeitig aber wohl nicht bewusst war, dass das ein riskantes Manöver vor dem kompletten Fahrerfeld war."

Vettel sei daher "der Auslöser der ganzen Misere" gewesen: "Natürlich kann man sowas auch als Rennunfall bezeichnen, aber schuldig war in dem Fall Sebastian." Die Aktion sei angesichts des Duells um den Titel mit Mercedes-Pilot Lewis Hamilton zudem ein taktischer Fehler gewesen.

"Wenn ich in der WM-Wertung führe, gehe ich in der ersten Kurve nicht ein solches Risiko ein", sagte Lauda: "Vor allem bei einem Rennen und auf einer Strecke, auf der ich als gesetzter Favorit starte."

Vettel hatte auf der "Ferrari-Strecke" in Singapur die Pole-Position inne gehabt, zudem fällt auf dem Stadtkurs das Überholen sehr schwer. Der Deutsche hätte mit dem erwarteten Sieg die Führung im WM-Klassement zurückerobert. Stattdessen schied er ebenso wie sein involvierter Teamkollege Kimi Räikkönen und Max Verstappen im Red Bull nach dem Crash aus. Hamilton gewann den Grand Prix und führt die WM nach 14 von 20 Rennen mit 28 Punkten Vorsprung auf Vettel an.

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SDA-ATS