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Ein US-Bundesgericht hat die Veröffentlichung von Videos zur Zwangsernährung eines syrischen Häftlings im Gefangenenlager Guantánamo angeordnet. Richterin Gladys Kessler gab mit der Entscheidung vom Freitag einer Forderung von 16 Medienunternehmen statt.

In dem Fall geht es um den gebürtigen Libanesen Abu Wa'el Dhiab, der nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten und Anwälten bis zum Jahresbeginn wegen eines Hungerstreiks über mehrere Monate hinweg auf teils grausame Weise zwangsernährt worden war.

Der Syrer wird seit mehr als zehn Jahren ohne Prozess auf dem US-Militärstützpunkt auf Kuba festgehalten, obwohl bereits im Jahr 2009 seine mögliche Freilassung beschlossen wurde. Eine Rückkehr Dhiabs nach Syrien halten Aktivisten wegen des dort herrschenden Bürgerkriegs derzeit nicht für möglich. Zudem soll er gesundheitlich schwer angeschlagen sein.

Menschenrechtsgruppen prangern seit Langem an, dass die Insassen in Guantánamo jahrelang ohne rechtsstaatlichen Schutz festgehalten werden. In dem nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eingerichteten Lager werden noch immer 149 Männer festgehalten.

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SDA-ATS