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Viele soziale Netze im Internet schützen Kinder nicht genug

Soziale Netzwerke im Internet schützen nach einer neuen EU-Studie Kinder oft nur mangelhaft. Nur 2 von 14 Seiten verwehren demnach unbekannten Nutzern standardmässig den Zugang auf die Profile der Minderjährigen.

Bei den zwei Seiten handle es sich um Bebo und MySpace, teilte die EU-Kommission als Auftraggeber der Studie in Brüssel mit. Unter den anderen zwölf getesteten Netzwerken seien SchülerVZ, Facebook und Netlog.

Die EU-Kommission monierte ausserdem, dass lediglich vier Websites gewährleisten, dass Minderjährige standardmässig nur von Freunden und nicht von Unbekannten kontaktiert werden können (Bebo, MySpace, Netlog und SchülerVZ).

Der Zugang zu den Profilen sowie die Möglichkeit der Kontaktaufnahme gelten als Risiken, weil sie unter anderem das so genannte Grooming ermöglichen. Dabei freunden sich Erwachsene mit Kindern an, um sie später sexuell zu missbrauchen.

Beim als Cyber-Bullying bekannten Vorgehen werden die Nutzer schikaniert, wozu unter anderem die im Internet veröffentlichten Daten dienen. "Jungen Leuten ist nicht ganz klar, welche Folgen die Online-Veröffentlichung persönlicher Daten haben kann", erklärte die für das Internet zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes.

Die genannten Sicherheitsvorkehrungen sind zwar freiwillig. Kroes will aber im Rahmen freiwilliger Selbstverpflichtungen Druck machen, dass alle Unternehmen sie einführen.

Die Studie zeigt neben den negativen Befunden auch funktionierende Sicherheitsvorkehrungen auf. So stellten 13 der 14 getesteten Websites (alle ausser Arto) Sicherheitsinformationen und angemessene Anleitungen extra für Minderjährige bereit. Auch wird verhindert, dass die Profile mit externen Suchmaschinen durchsucht werden können.

Gegenwärtig sind 77 Prozent der 13- bis 16-jährigen Internetnutzer in der EU in sozialen Netzwerken aktiv, bei den neun- bis zwölfjährigen Nutzern nennt die Studie 38 Prozent.

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