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Dario Cologna ist einer der Topfavoriten auf eine Medaille im Skiathlon am Sonntag. Sogar eine Wiederholung seines Triumphs von vor vier Jahren in Sotschi scheint nicht unwahrscheinlich.

Im Skiathlon kann nur ein kompletter Langläufer bestehen. Er muss auf den ersten 15 km im klassischen Stil mithalten, in der Skating-Technik zulegen können und schliesslich nach 30 km noch über Kraft und Endschnelligkeit verfügen.

Kein Wunder, ist der Skiathlon die Domäne von Dario Cologna. 2014 in Sotschi lief der Bündner zu Olympia-Gold, 2013 im Val di Fiemme feierte er seinen bisher einzigen WM-Titel und zwei Jahre später gewann er mit Silber in Falun seine bislang letzte Medaille an einem internationalen Grossanlass.

Nach zwei für seine Verhältnisse mageren Jahren hat Cologna in dieser Saison seine Topform wieder gefunden, nicht zuletzt, weil er kleinere körperliche Probleme überwunden hat. Er weiss um seine Chance, mit einer vierten Goldmedaille zum erfolgreichsten Schweizer Olympioniken Simon Ammann aufzuschliessen.

"Der Skiathlon ist sehr wichtig. Ich spüre eine riesige Vorfreude", sagte er am Donnerstag. "Ich habe mir einen Plan zurecht gelegt. Der Fokus liegt ganz auf dem Skiathlon, danach habe ich fünf Tage Zeit bis zum zweiten Rennen."

Letzte zwei Weltmeister nicht dabei

Die wichtigen Konkurrenten aus Russland fehlen - sieht man von Alexander Bolschunow ab. Die letzten beiden Weltmeister Maxim Wylegschanin und Sergej Ustjugow dürfen in Pyeongchang wegen des Skandals mit dem Staatsdoping rund um die Winterspiele in Sotschi nicht starten. Dennoch bleiben genügend Gegner.

An erster Stelle, und gleichzeitig der grosse Unbekannte, ist Johannes Hösflot Klaebo. Der erst 21-jährige Norweger gewann neun der zwölf Weltcuprennen, bei denen er in diesem Winter lief, und war nur einmal schlechter als Zweiter. Auch den einzigen Skiathlon in Lillehammer entschied er für sich - vor drei weiteren Norwegern.

Da fehlte Cologna allerdings wegen einer Reizung der Achillessehne. Seit Ende Dezember befindet er der Bündner aber in Topform, er triumphierte an der Tour de Ski und beim letzten Rennen vor Olympia in Seefeld über 15 km Skating mit Massenstart. Klaebo in einem direkten Duell bezwingen konnte er aber (noch) nicht. Der Shooting-Star muss allerdings erst beweisen, dass er mit den speziellen Herausforderung von Olympischen Spielen umgehen kann.

Klaebo ist sowieso nur einer von vielen starken Norwegern. Gespannt sein darf man auf Martin Johnsrud Sundby. Der Weltcup-Dominator der letzten Jahre kam nur zu einem Sieg, im Aufstieg zur Alpe Cermis in der letzten Etappe der Tour de Ski, hofft aber, diesmal seine Form gut auf den Höhepunkt hin getimt zu haben.

Trotz stolzen 29 Weltcupsiegen fehlt ein Einzeltitel bei Olympia oder der WM im Palmarès von Martin Johnsrud Sundby. Ebenfalls auf der Rechnung haben muss man Alex Harvey, den 50-km-Weltmeister des letzten Jahres. Er ist wie Cologna ein glänzender Allrounder und strebt die erste Olympia-Medaille eines kanadischen Langläufers an.

Entscheidung im Schlussaufstieg?

Ein Zufallssieger kann auf dem selektiven Parcours praktisch ausgeschlossen werden. "Die Klassisch-Runde ist nicht allzu steil", stellt Cologna fest. "2017 hat man aber gesehen, dass es grosse Abstände gab. Man muss immer und viel arbeiten."

Die Skating-Runde sei abwechslungsreicher. Vor dem Ziel hat es einen sehr steilen Anstieg. "Dort kann man die Differenz schaffen", glaubt der 31-jährige Münstertaler. Wer als erster in den Bogen vor der relativ kurzen Zielgeraden einbiegt, dürfte nur noch schwer abzufangen sein.

Gegen die Kälte glaubt sich Cologna gewappnet. "Das sollte ich gut im Griff haben", versicherte er. "Tiefer als minus 15 Grad wäre schon unangenehm, aber in Russland war es auch schon viel kälter." Die Prognosen sagen für Sonntag rund minus 10 Grad voraus.

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SDA-ATS