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Vier ausländische Helfer in Flüchtlingslager in Kenia entführt

Bei einem Überfall auf Mitarbeiter der norwegischen Hilfsorganisation NRC sind am Freitag im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab vier ausländische Helfer entführt worden. Der kenianische Fahrer der Gruppe wurde tödlich verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, entkam NRC-Generalsekretärin Elisabeth Rasmusson den Kidnappern unbeschadet. Die kenianischen Sicherheitskräfte setzten am Freitag Helikopter ein, um die Kidnapper zu verfolgen.

Diese mussten ihr Fahrzeug auf dem Weg Richtung somalischer Grenze aufgeben und setzten die Flucht mit den Geiseln zu Fuss fort, wie der kenianische Militärsprecher Cyrus Oguna sagte.

Das Flüchtlingslager im Osten Kenias ist das grösste der Welt. Mit rund 465'000 Bewohnern wird es bisweilen als drittgrösste Stadt Kenias bezeichnet. In Dadaab leben vor allem Somalier, die wegen Krieg und Hunger ihre Heimat verliessen.

Am Hilfseinsatz für die Flüchtlinge beteiligen sich unter anderem der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die entführten NRC-Helfer stammen laut kenianischen Polizeiangaben aus Norwegen, Kanada, Pakistan und den Philippinen. Von Seiten der GIZ hiess es, bei dem Überfall habe es zwei weitere Verletzte gegeben.

Im Oktober 2011 verschleppten Bewaffnete zwei spanische Mitarbeiter der Organisation Ärzte ohne Grenzen, die sich noch immer in Somalia in der Gewalt der Entführer befinden. Weite Gebiete im Süden Somalias werden von den sogenannten Shabaab-Milizen kontrolliert, die auch jenseits der Grenze auf kenianischem Gebiet operieren.

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