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Vier Gepardenkinder tollen seit Dienstag im Basler Zoo vor den Besuchern herum. Geboren worden waren die vier Weibchen Ende Juli, doch die ersten Wochen verbrachten sie in einem nicht öffentlichen Gehege.

Die Zucht ist schwierig: Nur zehn der 85 europäischen Zoos mit total 329 Geparden haben Nachwuchs.

Der Zoologische Garten Basel freut sich denn auch über den Zuchterfolg, zumal die letzte Geburt bei den seit 1936 gehaltenen Geparden fünf Jahre zurück liegt. Nun gebar die dreijährige Alima zum ersten Mal; ihre Kleinen wogen je rund 300 Gramm. Alima war aus dem Zoo Wuppertal nach Basel gekommen, der achtjährige Kater Gazembe, Vater der Jungen, aus dem Zoo Münster.

Timing ist heikel

Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sorgt dafür, dass die raren Katzen keine Inzucht-Probleme bekommen. Auch die vier neuesten Basler Gepardenkinder werden im Alter von gut anderthalb Jahren an andere Zoos weitergegeben. Geschlechtsreif werden sie etwa mit drei. Geparden leben einzelgängerisch; männliche und weibliche Tiere kommen sich nur zur Paarung vorsichtig und kurz nahe.

Auch im Zolli fauchen sich Katze und Kater normalerweise im Vorbeigehen durch die Trenngitter an, doch als sie Ende April stattdessen schnurrten, öffneten die Pfleger gleich das Tor, und es kam sofort zur Paarung. Der Eisprung klappt nur bei mehrfacher Kopulation, was das Timing beim Zusammenführen in Zoos heikel macht.

Raubkatzen mit Fussballer-Frisur

Die blind geborenen und zunächst wochenlang nur von der Mutter betreuten Jungen in Basel sind nun putzmunter. Am Dienstag durften sie erstmals ins öffentliche Gehege, wie an einer Medienkonferenz des Zolli am Mittwoch zu erfahren war. Noch tragen sie eine Art Tarnfell mit Stroh-beigen längeren Rücken- und Nackenhaaren.

Im südlichen Afrika, wo die meisten der letzten noch rund 5000 frei lebenden Geparde zu Hause sind, werden sie von der wachsenden menschlichen Bevölkerung bedrängt. Mit bis zu über 90 km/h Jagdtempo auf Gazellen und ähnliche Beute spezialisiert, weichen sie darum auf Nutztier-Ziegen aus, wofür sie ihrerseits verfolgt werden.

Der Zolli unterstützt eine Stiftung ("Big Life Foundation"), welche in Kenia mit Kompensationszahlungen für gerissene Ziegen an betroffene Massai den Druck auf die Geparde reduzieren will. Auch in Nationalparks, wo Geparden mit Löwen und Hyänen konkurrieren, ist das Leben hart: Im Krüger-Park etwa haben von 150 Jungtieren in freier Wildbahn nur sieben überlebt, wie Zolli-Kuratorin Friederike von Houwald sagte.

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SDA-ATS