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Rom - Prinz Vittorio Emanuele von Savoyen, der Sohn des letzten italienischen Königs Umberto II., ist in Italien vom Vorwurf der Bestechung und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation freigesprochen worden.
Der 73-jährige Königssohn war 2006 verhaftet worden. Ihm und mehreren mutmasslichen Komplizen wurde vorgeworfen, Prostituierte angeworben und zu Kunden im Spielcasino der italienischen Enklave Campione d'Italia in der Schweiz geschickt zu haben. Zudem soll die Gruppe für die Zulassung von Spielautomaten Beamte bestochen haben.
Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 13 Personen, darunter mehrere Prominente. Vittorio Emanuele hatte stets seine Unschuld beteuert. Mit dem Prinzen standen weitere fünf Personen in der süditalienischen Stadt Potenza vor Gericht. Der Prozess hatte im vergangenen Dezember begonnen.
Vittorio Emanuele von Savoyen und seine Familie waren 2002 nach mehr als einem halben Jahrhundert im Exil nach Italien zurückgekehrt. Die männlichen Nachkommen von König Umberto II. waren zur Strafe für die königliche Unterstützung der Faschisten 1946 ins Exil verbannt worden.
Das Parlament hob das Einreiseverbot erst im Juli 2002 auf. Vittorio Emanuele und sein Sohn Emanuele Filiberto, die die meiste Zeit ihres Exils in der Schweiz verbrachten, haben auf den Thronanspruch verzichtet.

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SDA-ATS