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Während die Vogelgrippe für Hausgeflügel eine Gefahr darstellt, gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass die Vogelgrippe vom Subtyp H5N8 auf Menschen übertragen wird. (Symbolbild)

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

(sda-ats)

Die Vogelgrippe-Epidemie ist in den vergangenen Monaten in Europa deutlich abgeflaut. Angesichts weiter auftretender Fälle sehen Experten die Gefahr erneuter Ausbrüche aber noch nicht als gebannt an.

Zum ersten Mal seit Anfang Januar starben in der Schweiz letzte Woche zwei Tiere an der Vogelgrippe. Es handelt sich um zwei Schwäne am Neuenburgersee bei Yverdon-les-Bains VD. Der Bund klärt mit den kantonalen Behörden ab, ob es weitere Fälle gibt. Anfang August war der Erreger vom Subtyp H5N8 auch in Grossbritannien bei North Norfolk bei einem Höckerschwan nachgewiesen worden.

Das Virus grassiert aber nicht nur weiter bei Wildvögeln. Seit Anfang Juli trat es auch in Geflügelhaltungen in Belgien und Frankreich und seit Mitte Juli in 13 Beständen in Norditalien auf, wie die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Elke Reinking, auf der Insel Riems am Mittwoch sagte.

In Italien waren Haltungen mit mehreren Hunderttausend Hühnern und Truthähnen betroffen - zuletzt Anfang August ein Bestand in der Region Mantua.

UV-Strahlen machen Virus unschädlich

Aufgrund der letzten Fälle in Europa sei davon auszugehen, dass das Virus nach wie vor in der Umwelt vorkomme, sagte Reinking. Durch die wärmeren Temperaturen und die stärkere UV-Strahlung im Sommer würden die Viren in der Umwelt schneller inaktiviert. Das Einschleppungsrisiko in Gebieten mit Wildvogel-Nachweisen werde daher nicht mehr als hoch, sondern als mässig eingestuft.

Für Gebiete, in denen es längere Zeit keine Nachweise bei Wildvögeln gegeben habe, könne aber nicht automatisch auf eine Virusfreiheit geschlossen werden, erklärte Reinking. Trotz der für den Erreger eher ungünstigen Witterungsbedingungen sind Vogelgrippefälle im Sommer weiter möglich - wie Ausbrüche von H5N1 im Hochsommer 2007 belegten.

Begünstigende Faktoren für ein Aufflammen könnten nach Einschätzung des FLI die in den kommenden Monaten niedrigeren Temperaturen und die geringere UV-Strahlung sein. Unter diesen Bedingungen könne der Erreger länger in der Umwelt überleben. Auch die Zugvogel-Aktivitäten nehmen im Herbst wieder zu, so dass der Erreger wieder schneller aus anderen Regionen nach Mitteleuropa getragen werden könnte.

Europaweit waren bisher 29 Staaten von der neuerlichen Vogelgrippe betroffen. Damit sei die Geflügelpest-Epidemie die bislang schwerste und am längsten andauernde in Europa überhaupt, hiess es vom FLI.

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SDA-ATS